Neue Volte im Streit um die Neubesetzung der Deutschen Energie-Agentur: Der Grünen-Politiker Michael Schäfer, der nächsten Monat die Führung des Unternehmens übernehmen sollte, will nach übereinstimmenden Medienberichten von seinem Vertrag zurücktreten. Eine offizielle Dena-Stellungnahme gab es dazu zumindest bis Mittwochnachmittag nicht.
Anfang Mai hatte Stefan Wenzel, Aufsichtsratsvorsitzender des Beratungshauses, eine Neuaufsetzung des Auswahlverfahrens sowie eine Neuausschreibung vorgeschlagen.
Wirbel um Graichen
Um die Neubesetzung des Chefpostens bei der Dena hatte es einigen Wirbel gegeben. Im Kern geht es um persönliche Verflechtungen von Staatssekretär Patrick Graichen bei der Besetzung des Spitzenamts. Graichen soll Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck (Grüne) erst nach Schäfers Wahl darüber informiert haben, dass dieser sein Trauzeuge war.
Die bundeseigene Deutsche Energie-Agentur versteht sich laut Eigendarstellung als "Wegbereiter" der Energiewende. Die Dena hatte Anfang April mitgeteilt, Gesellschafter und Aufsichtsrat hätten Schäfer mit Wirkung zum 15. Juni 2023 zum neuen Vorsitzenden der Geschäftsführung bestellt. Der Verwaltungswissenschaftler werde die Geschäfte gemeinsam mit Kristina Haverkamp führen, deren Vertrag verlängert wurde. (aba/dpa)
