Die Debatte über den erzielten Kompromiss der Kohlekommission hat erst begonnen.

Die Debatte über den erzielten Kompromiss der Kohlekommission hat erst begonnen.

Bild: © Julian Stratenschulte/dpa

Laut einer Studie des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW) könnte Deutschlands Budget für CO2-Emissionen bereits im Jahr 2040 aufgebraucht sein. Sollte die Bundesregierung den Kohleausstieg wie geplant durchziehen, könnten nicht die nötigen Mengen an Treibhausgas eingespart werden, so die Forscher. Schuld daran wären vor allem die langen Laufzeiten der Braunkohlekraftwerke.

"Die Berechnungen belegen, dass bei gleichbleibendem Ausbau der Erneuerbaren Energien und dem vorgelegten Abschaltplan für Braun- und Steinkohlekraftwerke die Klimaziele nicht erreicht werden können, wenn nicht gegengesteuert wird. Ein Großteil des Deutschland zur Verfügung stehenden Emissionsbudgets wäre mit diesem Plan bereits frühzeitig durch die Energiewirtschaft aufgebraucht", sagt Claudia Kemfert, Abteilungsleiterin Energie, Verkehr, Umwelt beim DIW. "Vergleicht man den [Entwurf des Kohleausstiegsgesetzes] mit den ursprünglichen Empfehlungen der Kohlekommission, werden hier bis 2040 circa 134 Mio. Tonnen mehr CO2 ausgestoßen."

Späte Abschaltung der Braunkohlekraftwerke

Der Abschaltplan der Bundesregierung sieht vor, zügig Steinkohlekapazitäten vom Netz zu nehmen und erst nach 2030 auch die Braunkohleverstromung deutlich zu reduzieren. Die ganze Kurzstudie, die im Auftrag des Naturschutzbundes BUND verfasst wurde, finden Sie hier. (pm)

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