Das Bundeswirtschaftsministerium hält einen "vollständigen Wegfall" der EEG-Umlage nach 2026 für denkbar. Das geht laut dem Nachrichtenmagazin "Der Spiegel" aus einem Hintergrundpapier hervor. Dieses dient der Vorbereitung eines Gipfels mit Bundeskanzlerin Angela Merkel und den Ministerpräsidenten am kommenden Donnerstag (12. März). Aktuell liegt die EEG-Umlage bei 6,76 Cent pro kWh Strom, das entspricht in etwas rund 20 Prozent des Endkundenpreises. Das Ministerium geht davon aus, dass die EEG-Umlage ab 2021 spürbar sinken wird. Hintergrund sind die Einnahmen aus dem neu eingeführten CO2-Preis für die Sektoren Verkehr und Wärme. Diese werden zu einem erheblichen Teil dazu verwendet werden, die Höhe der Umlage sukzessive zu reduzieren. In den folgenden Jahren soll der CO2-Preis graduell steigen und im Gegenzug die EEG-Umlage weiter sinken.
Da in den nächsten Jahren zusätzlich eine signifikante Menge von Ökostromanlagen aus der Förderung fällt, wird ein komplette Abschaffung der EEG-Umlage für möglich erachtet. Über dieses Instrument finanzieren Verbraucher über ihre Stromrechnung aktuell noch den Ausbau erneuerbarer Energien mit. Bisher ist die Umlage nicht zeitlich befristet. (hoe)



