Katherina Reiche, Vorsitzende der Geschäftsführung des E.ON-Tochterunternehmens Westenergie, dazu: "Ich freue mich sehr, diese wichtige Aufgabe übernehmen zu dürfen. Der Wasserstoffrat wird wesentlich dazu beitragen, die Wasserstoffstrategie der Bundesregierung umzusetzen und weiterzuentwickeln. Ich werde mich mit aller Kraft gemeinsam mit den Mitgliedern des Rates dafür einsetzen, dass Deutschland bei Wasserstofftechnologien eine Vorreiterrolle in der Welt einnehmen wird."
Mit der Nationalen Wasserstoffstrategie schaffe die Bundesregierung einen umfassenden Handlungsrahmen für die künftige Erzeugung, den Transport, die Nutzung und Weiterverwendung von Wasserstoff und damit auch für entsprechende Innovationen und Investitionen, unterstrich Reiche in einer Pressemitteilung.
Lob von der Bundesumweltministerin
Positiv zur ersten Sitzung des unabhängigen Expertenrates äußert sich auch Bundesumweltministerin Svenja Schulze: "Ich freue mich, dass wir mit der Konstituierung des Nationalen Wasserstoffrates nun ein kompetentes Gremium zur Umsetzung der Wasserstofftstrategie an unserer Seite wissen. Jetzt geht es darum, den Aufbau einer grünen Wasserstoffwirtschaft sowohl national als auch international zügig voranzubringen. Grüner Wasserstoff kann sowohl einen wichtigen Beitrag zur Erreichung unserer Klimaziele als auch zur Modernisierung und Zukunftsfähigkeit unserer Wirtschaft leisten."
Deshalb sei es umso wichtiger, dass die gestern von der Europäischen Kommission veröffentlichte Europäische Wasserstoffstrategie ebenfalls den Markthochlauf von grünem Wasserstoff zum Ziel habe, unterstrich die Bundesumweltministerin in einer Pressemiteilung.
Wirtschaftsweise Grimm äußert sich ebenfalls positiv
Auf die große Bedeutung des Gremiums wies auf Anfrage der ZfK auch Ratsmitglied Veronika Grimm hin. Die Volkswirtin ist eine der fünf Wirtschaftsweisen und unter anderem Leiterin des Zentrums Wasserstoff Bayern: "Wichtig ist die Entwicklung einer ganzen Wertschöpfungskette der Wasserstoffwirtschaft, von der Erzeugung über die Logistik bis zur Anwendung. Es ist gut, dass Bund, Länder und EU hier fast gleichzeitig ambitionierte Strategien vorgelegt haben."
Chancen für die deutsche Industrie bestünden zum Beispiel im Bereich der Produktion von Schlüsselkomponenten einer zukünftigen Wasserstoffwirtschaft: Elektrolyseure, Brennstoffzellen, Fahrzeuge, Logistik-Infrastruktur und Weiteres. "Ganz entscheidend wird ein gutes Zusammenspiel der Aktivitäten auf Landes- Bundes- und europäischer Ebene sein. Dazu kann auch der Wasserstoffrat entscheidend beitragen", so Grimm.
Austausch zum kommenden Arbeitsprozess
Im Mittelpunkt der konstituierenden Sitzung des Rates, die per Videokonferenz stattfand, standen neben der Wahl der Vorsitzenden und ihres Stellvertreters, die Diskussion der Geschäftsordnung sowie der Austausch zum kommenden Arbeitsprozess, wie Ratsmitglied Felix Matthes vom Öko-Institut der ZfK berichtete. Der zum Co-Vorsitzenden des Rates berufene Chemiker Robert Schlögl ist Direktor des Fritz-Haber-Instituts der Max-Planck-Gesellschaft sowie Mitglied der Leopoldina sowie Acatech.
Zu weiteren Ergebnissen wollte sich Matthes mit Hinweis auf die Vertraulichkeit der nicht-öffentlichen Sitzungen des Rates nicht äußern. Auf der Tagesordnung der zweieinhalbstündigen Sitzung, welche der ZfK vorliegt, standen unter anderem eine Einführungsrede durch Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier, die Präsentation des NWS-Aktionsplanes durch Thorsten Herdan, Abteilungsleiter beim BMWi, sowie die Einrichtung von Arbeitsgruppen.
Umsetzung der Nationalen Wasserstoffstrategie voranbringen
Im Nachgang zu der Sitzung äußerte sich Bundeswirtschaftsminister Altmaier folgendermaßen: "Der Wasserstoffrat hat heute zwei ausgewiesene Experten an seine Spitze gewählt. Ich beglückwünsche Katherina Reiche zu ihrer Wahl als Vorsitzende und Prof. Dr. Robert Schlögl zu seiner Wahl als stellvertretender Vorsitzender. Ich bin zuversichtlich, dass die beiden gemeinsam mit ihrem hochkarätigen Team die Umsetzung der Nationalen Wasserstoffstrategie mit großen Schritten voranbringen werden." (hcn)
Die Liste der Mitglieder des Nationalen Wasserstoffrates finden Sie hier.

