Die wieder aufgenommene KfW-Förderung für energieeffizientes Sanieren stößt auf großes Interesse. Die staatliche Förderbank verzeichne eine wöchentliche Nachfrage im Volumen von etwa 300 Millionen Euro, sagte KfW-Chef Stefan Wintels am Freitag in Frankfurt bei der Vorstellung der Bilanz 2021.
Seit dem 22. Februar können wieder Anträge für die energieeffiziente Sanierung gestellt werden. Die Förderbedingungen bleiben unverändert. Eine Antragstellung für die Neubauförderung ist ab dem 20. April wieder möglich.
Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck (Grüne) hatte Anfang des Jahres wegen einer Antragsflut und fehlender Mittel Zuschüsse für energieeffizientes Bauen und Sanieren der KfW-Förderbank kurz vor Ende der Antragsfrist vorzeitig gestoppt.
Steigendes Neugeschäft in 2022 auch wegen Liquiditätshilfen für Energieversorger
Nach heftigen Protesten entschied die Bundesregierung, dass bis zu einem bestimmten Stichtag eingegangene Anträge doch noch bearbeitet werden. Wintels betonte, die KfW könne alle Anträge, die bis zum 23. Januar eingegangen seien, abarbeiten.
Zum steigenden Neugeschäft im Inland trugen im laufenden Jahr laut Pressemitteilung der Förderbank auch Finanzierungen im Auftrag des Bundes zur Sicherung der Energieversorgung in Deutschland angesichts des Kriegs in der Ukraine bei.
Transformationsagenda "KfW_plus+"
Um den künftigen Anforderungen gerecht werden zu können, bündelt die KfW eine Reihe von laufenden und neuen Initiativen in einer strategischen Transformationsagenda mit dem Titel " KfW_plus+ . "Unser Ziel ist es, die KfW zur digitalen Transformations- und Förderbank weiterzuentwickeln. Insgesamt wollen wir anpassungsfähiger, effizienter und wirksamer werden", erklärte der KfW-Vorstandsvorsitzende Stefan Wintels.
KfW will Digitalisierung und Einsatz neuer Technologien vorantreiben
In einem längerfristigen, dynamischen Veränderungsprozess solle das KfW-Förderangebot gezielt auf die Megatrends "Klima & Umwelt" sowie "Digitalisierung & Innovation" ausgerichtet werden, um die Wirtschaft zu unterstützen und ihre Resilienz zu stärken. Die Wirksamkeit von staatlichen Mitteln soll intensiver überprüft und privates Kapital verstärkt mobilisiert werden. Um diese Ziele zu erreichen, will die KfW nache eigenen Angaben die Digitalisierung und den Einsatz neuer Technologien bei der Umsetzung ihrer Förderung vorantreiben.
Auch ist hierfür sei ein leistungsstarker Organisationsaufbau wesentlich. Daher sollen zentrale Organisationseinheiten der Kreditbearbeitung in einen neuen Operationsbereich zusammengeführt und in das COO-Ressort integriert werden. Stefan Wintels dazu: "Mit dieser Entscheidung orientieren wir uns an einem Marktstandard in der Bankenindustrie und schaffen die Voraussetzungen, unsere Prozesse weiter zu verbessern. Zudem erfolgt eine präzisere Trennung zwischen Marktbereichen und dem Operations-Bereich für das Kreditgeschäft." (dpa/hoe)



