Wasserstoff gilt als wichtiger Baustein für den klimaneutralen Umbau der Wirtschaft.

Wasserstoff gilt als wichtiger Baustein für den klimaneutralen Umbau der Wirtschaft.

Bild: © Adobe Stock/malp

Chemnitz (Sachsen), Duisburg (Nordrhein-Westfalen), Pfeffenhausen (Bayern) und weitere Standorte in Norddeutschland sind erfolgreich aus dem Rennen um das neue Nationale Wasserstoffzentrum hervorgegangen. Das gab Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer (CSU) bekannt.

Chemnitz war mit dem Konzept eines "Hydrogen and Mobility Innovation Center" (HIC) angetreten. Hinter dem HIC steht ein Bündnis aus Forschungseinrichtungen, Universitäten, Unternehmen, Politik und Verbänden wie BMW, die TU Chemnitz und Dresden, die Fraunhofer-Gesellschaft, der Innovationscluster "HZwo – Antrieb für Sachsen" sowie viele kleine und mittelständische Unternehmen auch aus Bayern und Thüringen. Es soll die Brücke zwischen Forschung und Wertschöpfung bauen, die Wasserstoffmobilität aus dem Labor und der Kleinserie in den Mittelstand und die Großserie heben sowie ein Umfeld für Start-ups schaffen, die an neuen Geschäftsmodellen und Produkten für die Wasserstoffwirtschaft arbeiten und wachsen können.

Duisburg will mit seinem Zenrum Zukunftsmärkte für die Automobilzulieferbranche und die Wasserstoffwirtschaft in Deutschland erschließen. Die Stadt hatte mit dem Aufbau eines Forschungszentrums bereits vor der frohen Botschaft von Scheuer begonnen. Ministerpräsident Armin Laschet will die ersten Schritte der Zentrumsentwicklung mit knapp 1,6 Millionen Euro und den weiteren Aufbau bis 2025 mit bis zu 50 Millionen Euro unterstützen.

Söder setzt auf grünen Wasserstoff

In Pfeffenhausen soll es um konkrete Anwendungsmöglichkeiten für Wasserstoff-Technologien gehen, insbesondere im Bereich Mobilität. Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) erklärte, das Zentrum solle Anlaufpunkt für Start-ups, kleine und mittelständische Unternehmen, aber auch für Global Player sein. Das sogenannte Wasserstoff-Technologie- und Anwenderzentrum (WTAZ), an dem zahlreiche Partner aus Wissenschaft und Wirtschaft beteiligt sind, soll nach Worten von Scheuer bis 2025 fertiggestellt werden. Den finanziellen Umfang bezifferte Ministerpräsident Markus Söder (CSU) auf 170 Millionen Euro - neben einem "überragenden Beitrag" des Bundes und Eigenfinanzierungsmitteln werde der Freistaat mindestens 30 Millionen Euro zuschießen. "Wir glauben, dass die Zukunft dem grünen Wasserstoff gehört", sagte er.

Zur Förderung der Wasserstofftechnologie in Luft- und Schifffahrt bekommen die norddeutschen Bundesländer ein gemeinsames Innovations- und Technologiezentrum (ITZ) Nord. Standorte werden Hamburg, Bremen und Bremerhaven sowie Stade in Niedersachsen sein.

Viel Geld von Bund und Ländern

Bis 2024 stelle der Bund 290 Millionen Euro für Wasserstoff-Projekte zur Verfügung, sagte Scheuer. Hinzu kommen Mittel der jeweiligen Bundesländer. (amo/mit dpa)

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