Im Rahmen der Aktion der Energieversorgung Greiz haben die Bürger:innen 37 Kilogramm Altgeräte für eine Aufbereitung zur Verfügung gestellt.

Im Rahmen der Aktion der Energieversorgung Greiz haben die Bürger:innen 37 Kilogramm Altgeräte für eine Aufbereitung zur Verfügung gestellt.

Bild: © EV Greiz

"Wir sehen noch erhebliches Potenzial beim Recycling, auch wenn wir in Deutschland schon vergleichsweise gut unterwegs sind", sagte Siyamend Al Barazi, Chef des Bereichs Rohstoffwirtschaft bei der Deutschen Rohstoffagentur, der "Automobilwoche" (Dienstag).

Bei Kupfer, Blei, Aluminium und Nickel würden die Recyclingquoten in Deutschland bereits zwischen 40 und 60 Prozent liegen.

Hohe Potenziale - doch kurzfristige Umstellung von Prozessketten schwierig

Europa hat seiner Einschätzung zufolge noch viel Potenzial bei Rohstoffen. "In Finnland etwa gibt es Nickelvorkommen, interessante Lithium-Lagerstätten finden sich auch in Spanien, Portugal oder Serbien." Die Frage sei aber, ob solche Projekte im weltweiten Vergleich wirtschaftlich betrieben werden könnten. Zudem koste es Zeit und Geld, etablierte Prozessketten grundlegend zu verändern.

Die Ukraine und Russland seien vor allem für den europäischen Markt wichtige Lieferanten, etwa von Aluminium, Nickel oder Edelgasen wie Neon. Diese Mengen könnten nicht von heute auf morgen durch andere Lieferanten ersetzt werden. (dpa/hcn)

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