Spätestens 2038 sollen alle Kohleabbauregionen zum Erliegen kommen und sich neue Technologiestandorte entwickeln.

Spätestens 2038 sollen alle Kohleabbauregionen zum Erliegen kommen und sich neue Technologiestandorte entwickeln.

Bild: © RWE

Der Energiekonzern RWE hat die Leitentscheidung der nordrhein-westfälischen Landesregierung für den weiteren Braunkohleabbau begrüßt. Der Beschluss stelle einen geordneten Betrieb der Tagebaue Hambach und Inden sicher, deren Kohlegewinnung bis 2029 endet, teilte RWE am Mittwoch mit. Der Tagebau Garzweiler könne bis zum Auslaufen der Kohleverstromung die Versorgung der verbleibenden Kraftwerke leisten. Die neuen Vorgaben des Landes würden die Tagebauentwicklung «allerdings deutlich weiter einschränken».

Umwelt- und Klimainitiativen kündigten hingegen weitere Proteste an. «Wir werden unseren Protest entschlossen fortsetzen, damit die Kohle im Boden bleibt, der Hambacher Wald gesichert bleibt und alle Dörfer bleiben», sagte Bastian Neuwirth für die Umweltorganisation Greenpeace in einer Online-Pressekonferenz. Die Initiativen planen im August, vor der Bundestagswahl, eine große Demonstration am Tagebau Garzweiler. Der soziale Frieden in der Region rücke nicht wesentlich näher, sagte Dirk Jansen vom Bund für Umwelt und Naturschutz.

Zukunft von fünf Dörfern bleibt bis 2026 offen

Die Landesregierung hatte am Dienstag beschlossen, wie der Braunkohleabbau in den drei Tagebauen im rheinischen Revier mit Blick auf den geplanten Kohleausstieg weitergehen soll. Eine Entscheidung über die Zukunft von fünf Dörfern, deren Erhalt die Initiativen fordern, soll Ende 2026 fallen. Der Hambacher Wald am Tagebau Hambach, das Symbol der Proteste, soll erhalten bleiben.

RWE kündigte an, die bereits laufende Umsiedlung der Ortschaft Keyenberg werde planmäßig fortgesetzt, damit für die Menschen, die sich bereits auf die Umsiedlung eingestellt und ihre Planungen darauf ausgerichtet hätten, keine Unsicherheiten entstünden. Keyenberg darf laut Leitentscheidung bis 2026 nicht für den Tagebau in Anspruch genommen werden. Dann soll noch einmal überprüft werden, ob die Dörfer für den Tagebau geräumt werden müssen. (dpa/hoe)

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