Ein paar Durchbrüche in der EEG-Novelle brachte das parlamentarische Verfahren dann doch noch, allerdings gibt es auch viel Kritik.

Ein paar Durchbrüche in der EEG-Novelle brachte das parlamentarische Verfahren dann doch noch, allerdings gibt es auch viel Kritik.

Bild: © Ezio Gutzemberg/AdobeStock

Schleswig-Holsteins Umweltminister Tobias Goldschmidt (Grüne) hat von der Bundesregierung mehr Unterstützung für den Ausbau der Windkraft in Deutschland gefordert. «Rund zwei Terawattstunden Strom aus Windkraftanlagen müssen aufgrund des im Süden verzögerten Netzausbaus in Schleswig-Holstein noch immer abgeregelt werden», schrieb Goldschmidt in einem Brief an Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck (Grüne), der der Deutschen Presse-Agentur vorliegt. «Dies ist ein unhaltbarer Zustand.» Zuvor hatte das «Hamburger Abendblatt» darüber berichtet.

Im Kern fordert Goldschmidt, die im Vergleich höheren Netzgebühren im Norden im Fall von überschüssigem Windstrom zu senken. Das soll dessen Nutzung beispielsweise für die Produktion von Wasserstoff wirtschaftlicher machen.

Kritik an Bayern

Goldschmidt kritisierte das Tempo süddeutscher Bundesländer bei der Energiewende. «Hätten alle in punkto Netz- und Windkraftausbau ihre Hausaufgaben gemacht, würde jetzt nicht die Gefahr einer Stromlücke in Bayern bestehen und wir müssten nicht die Frage eines AKW-Streckbetriebes diskutieren», sagte Goldschmidt dem Blatt. Deutschland sei bei der Energiewende ein Land der zwei Geschwindigkeiten. Die aktuelle Krisenlage lege dies schonungslos offen.

«Aus Bayern war in den letzten Wochen zu hören, dass jetzt nicht der richtige Zeitpunkt sei, um die Kosten der Energiewende neu zu ordnen», sagte Goldschmidt. Das Gegenteil sei der Fall. (dpa/lm)

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