Bundesfinanzminister Olaf Scholz (SPD) wollte sich mit der USA einigen und unterbreitete ein Angebot.

Bundesfinanzminister Olaf Scholz (SPD) wollte sich mit der USA einigen und unterbreitete ein Angebot.

Bild: © Kay Nietfeld/dpa

Beim Umbau der Industrie in Deutschland hin zur Klimaneutralität hat SPD-Kanzlerkandidat Olaf Scholz Tempo versprochen. "Die neue Regierung wird im ersten Jahr alle gesetzlichen Veränderungen auf den Weg bringen, alle Weichen stellen, damit Deutschland nicht eine Stromlücke hat, sondern genügend Strom produzieren kann für die Industrie der Zukunft und für die Arbeitsplätze der Zukunft", sagte Scholz bei einem Kongress der Industriegewerkschaft IG BCE in Hannover.

Die Industrie stehe vor einem großen Umbruch: Überall müsse in neue Technologien und Fähigkeiten investiert werden, um den menschengemachten Klimawandel aufzuhalten, sagte Scholz. Längst gäbe es Konzepte und konkrete Investitionsvorhaben.

Exportmöglichkeiten

Deutschland könne diesen Wandel schaffen und "ein führendes Land in der industriellen Welt der Zukunft" werden, sagte der SPD-Politiker. Exportmöglichkeiten könnten aufrecht erhalten und gute Arbeitsplätze gesichert werden.

Klar sei, dass dazu Strom in großer Menge zur Verfügung stehen müsse. "Diese Aufgabe muss mit neuem Tempo, mit neuer Geschwindigkeit und mit großer Präzision angepackt werden, damit der Wandel gelingen kann", sagte Scholz.

Ersatz für Atomkraft

Alleine die Chemie-Industrie werde etwa im Jahr 2050 so viel Energie verbrauchen wie Deutschland heute insgesamt. Es bleibe jetzt nur eine kurze Zeit, um das möglich zu machen.

"Es geht also nicht nur darum, dass wir einen Ersatz brauchen für den Wegfall der Nuklearenergie in Deutschland, der nächstes Jahr stattfindet", sagte Scholz.

Zusätzliche Energie

Es gehe auch nicht nur darum, dass Strom auf andere Weise als mit Kohle produziert werde im Hinblick auf den beschlossenen Kohleausstieg. "Sondern es geht auch darum, dass wir all die zusätzliche Energie erzeugen, die notwendig ist, damit neue industrielle Wirtschaftsschöpfungsprozesse in diesem Land stattfinden können." (dpa/jk)

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