In ganz Deutschland ergreifen Versorger und Unternehmen die Initiative für Wasserstoff.

In ganz Deutschland ergreifen Versorger und Unternehmen die Initiative für Wasserstoff.

Bild: © malp/Adobe Stock

Die Verwendung von "grünem" Wasserstoff in der Mobilität, in der energetischen Versorgung und bei Industrieverbrauchern wird in Zukunft immer mehr an Bedeutung gewinnen. Deshalb wollen die Mainzer Stadtwerke und die Rheinhessische Energie- und Wasserversorgung aus Ingelheim das Thema gemeinsam bearbeiten und eruieren eine mögliche Zusammenarbeit, teilten die Mainzer mit.

Der Mainzer Oberbürgermeister Michael Ebling und der Ingelheimer Oberbürgermeister Ralf Claus (beide SPD) kamen mit Verantwortlichen der Stadtwerke und der "Rheinhessischen" im Energiepark Mainz zu einem ersten intensiven Austausch zusammen. Die Stadtwerke betreiben den Energieparkt zusammen mit dem Konzern Linde.

Potenzielle Kooperationsfelder ausloten

Im Energieparkt nutzt eine "Power-to-Gas"-Anlage Windenergie für die Produktion "grünen" Wasserstoffs. Dieser wird schon jetzt an öffentlichen Tankstellen, von an das Gasnetz angeschlossenen Kunden und Industrieverbrauchern verwendet. Potenzielle Kooperationsfelder beim Thema Wasserstoff zwischen Mainz und Ingelheim könnten sein:

  • die Energiewirtschaftliche Optimierung zur Belieferung des Energieparks aus regionalem Strom,
  • die Beteiligung Ingelheims am Energiepark Mainz,
  • der Wasserstoff-Vertrieb für Anwendungen zur Strom- oder Wärmeerzeugung und
  • die Wasserstoff-Nutzung in Mobilität und Industrie beider Städte.

Synergieeffekte nutzen

"Kommunale Versorgungsunternehmen sind die Treiber der Energiewende und können bei der Nutzung neuer Technologien zusammenarbeiten und voneinander lernen", äußerte sich Oberbürgermeister Ebling. Ein konkreter Anwendungsfall könnte eine Wasserstofftankstelle in der Region sein.

Aktuell bemühen sich die Mainzer Stadtwerke mit Unterstützung der H2-Mobility Deutschland, der Energieagentur Rheinland-Pfalz, des H2BZ-Netzwerks RLP und der IHK Rheinhessen um Fördermittel für die Errichtung einer Tankstelle. "Was den Vertrieb des grünen Roh-, Brenn- und Treibstoffs angeht, ist eine Zusammenarbeit auch sehr gut denkbar", betont dabei der Ingelheimer Oberbürgermeister Claus. Beide Aufsichtsratsvorsitzenden sind darüber hinaus überzeugt, dass in einer immer stärker zusammenwachsenden Region das Thema Wasserstoff im ÖPNV Gewicht bekommt. (ab)

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