Das schwache Projektgeschäft mit Solarkraftwerken hat dem nordhessischen Solarkonzern SMA ein Minus beschert. "Umsatz und Ergebnis der SMA blieben im ersten Halbjahr 2019 erwartungsgemäß hinter dem Vorjahreszeitraum zurück", erklärte Vorstandssprecher Jürgen Reinert am Donnerstag (8. August) in Niestetal. So hat der Solartechnikhersteller 14,2 Mio. Euro Verlust gemacht nach einem Plus von 11,2 Mio. Euro im ersten Halbjahr 2018. SMA verkaufte in den ersten sechs Monaten Wechselrichter mit einer Gesamtleistung von vier GW (1. Halbjahr 2018: 4,3 GW). Der Umsatz sank dabei von 394,6 Mio. Euro auf 362,7 Millionen.
Gute Perspektiven fürs 2. Halbjahr
Für das zweite Halbjahr erwartet der Solarkonzern bessere Geschäfte: "Zum 30. Juni 2019 verfügt SMA über einen produktbezogenen Auftragsbestand von 453,1 Mio. Euro. Damit haben wir diesen Auftragsbestand in den ersten sechs Monaten des Jahres um 158 Prozent gesteigert", erklärte Reinert. Während im ersten Halbjahr vor allem die Solarlösungen für private Hausdächer mehr Geld einbrachten, werde sich im zweiten Halbjahr das Geschäft mit Solarkraftwerken auswirken. Die Umsetzung der Projekte dauere nämlich in der Regel bis zu zehn Monate.
An seinen Prognosen für 2019 hält SMA fest. Demnach soll der Umsatz im Geschäftsjahr zwischen 800 und 880 Mio. Euro liegen. Das operative Ergebnis vor Abschreibungen, Zinsen und Steuern (EBITDA) wird zwischen 20 bis 50 Mio. Euro erwartet. SMA beschäftigt nach einem Stellenabbau rund 3000 Mitarbeiter weltweit, 400 weniger als vor einem Jahr. (hoe/dpa)



