Das Jahr 2018 hat die Stadtwerke-Gelsenkirchen-Gruppe (SG-Gruppe) mit einem Fehlbetrag in Höhe von rund 965.000 Euro abschlossen und liegt damit leicht besser als budgetiert. Der Vorjahresfehlbetrag belief sich auf rund 947.000 Euro. Zur SG-Gruppe gehören neben einer Bäderlandschaft und dem Gelsenkirchener Zoo, auch das Logistikunternehmen Gelsen-Log, der Netzbetreiber Gelsen-Net und die Emschertainment GmbH.
Das Netzgeschäft bleibt mit den nahezu stabilen Erlösen (14,3 Mio. Euro) aus der Verpachtung von Strom- und Gasnetzen auch 2018 Haupteinnahmequelle der Stadtwerke. Insgesamt erwirtschaftete Gelsen-Net einen Jahresüberschuss von rund 340.000 Euro. Im laufenden Geschäftsjahr rechnet der Betreiber allerdings mit sinkenden Pachterlösen. Hintergrund sind die vertraglich vereinbarten Anpassungen aufgrund der Entwicklungen bei der Netzregulierung.
Gelsen-Log mit positivem Ergebnis
Die Gelsen-Log erzielte ein positives Ergebnis von rund 237.000 Euro wobei der Hafenumschlag, aufgrund der Revision einer im Hafen ansässigen Raffinerie und der lang anhaltenden Trockenperiode mit niedrigen Wasserständen, um 14 Prozent sank.
Die Bäderlandschaft „Sport-Paradies“ konnten sich über steigende Besucherzahlen und Umsatzerlöse in Höhe von 2,5 Mio. Euro freuen. Auch der Zoo hatte rund 30.000 mehr Besucher. Grund dafür ist vor allem die Geburt des Eisbärenjungen Nanook im Dezember 2017.
Verluste bei "Emschertainment"
In der Gastronomie-Sparte der Stadtwerke schloss „Emschertainment“ mit einem Verlust von rund 1,7 Mio. Euro (2017: 1,8 Mio. Euro) ab. Das Unternehmen veranstaltete Bühnenabende unter anderem mit Michael Mittermeier oder Kurt Krömer und betreibt einen Imbiss im Zoo.
Die Geschäftsführung erwartet für 2019 ein negatives Ergebnis im niedrigen einstelligen Millionenbereich. Das liegt vorwiegend am Rückgang der Umsatzerlöse im Netzgeschäft. Darüber hinaus stehen für die Gruppe weiterhin hohe Investitionen in die einzelnen Unternehmen an, um das Kerngeschäft weiter zu sichern.
„Optimieren, koordinieren, organisieren“
Ulrich Köllmann, Geschäftsführer der SG-Gruppe, sagte zum Jahresabschluss: „Die SG-Gruppe ist in Bewegung. Wir optimieren, koordinieren und organisieren mit der Ausrichtung auf eine sichere Zukunft. Strategische Entscheidungen müssen umso mehr wirtschaftlich sinnvoll sein. Es gilt, neue Produkte und Dienstleistungen zu entwickeln und am Markt erfolgreich zu etablieren. Im Fokus stehen Digitalisierungsprozesse und die Stärkung der Arbeitgebermarke". Dies bedeute weiterhin einen enormen Kraftakt für das Unternehmen. (pm)
