In der vorderen Reihe: Die beiden Hamburg-Wasser-Geschäftsführer Ingo Hannemann (li.) und Gesine Strohmeyer (re.) mit Bundesumweltministerin Steffi Lemke (Mitte)

In der vorderen Reihe: Die beiden Hamburg-Wasser-Geschäftsführer Ingo Hannemann (li.) und Gesine Strohmeyer (re.) mit Bundesumweltministerin Steffi Lemke (Mitte)

Bild: © Uli Perrey/Hamburg Wasser

Bundesumweltministerin Steffi Lemke hat am Donnerstag zusammen mit der Staatssekretärin im Bundesgesundheitsministerium Antje Draheim eine Kläranlage von Hamburg Wasser besucht. Sie informierten sich dabei über das dort durchgeführte SARS-CoV-2 Abwassermonitoring und den Pandemieradar sowie über aktuelle Entwicklungen auf dem Gebiet der Abwasserwirtschaft.

Die Kläranlage ist einer von 50 Standorten, die regelmäßig Daten zu SARS-CoV-2-Funden im Abwasser liefern. Sie werden über das Umweltbundesamt an das Robert-Koch-Institut weitergeleitet. Dort erfolgt anschließend die Trendberechnung für die epidemiologische Lagebewertung. Insgesamt etwa 170 Standorte sollen an das Pandemieradar angeschlossen werden.

„Das neue schwarze Gold“
 
Staatssekretärin Draheim sagte: „Das Monitoring kann helfen, Gesundheitskrisen künftig besser in den Griff zu bekommen.“ „Am Standort Hamburg zeigt sich außerdem am Beispiel Phosphor, wie Stoffkreisläufe geschlossen werden können“, stellte Bundesumweltministerin Lemke fest.

„Abwasser ist das neue schwarze Gold und unser Klärwerk Hamburg wird mehr und mehr zur urbanen Mine“, führte Hamburg Wasser-Geschäftsführer Ingo Hanneman aus. „Aus dem Klärschlamm, der bei der Reinigung des Abwassers entsteht, gewinnen wir Biogas, das zur Erzeugung von Strom und Wärme genutzt wird. Seit mehr als zehn Jahren produzieren wir Überschüsse, die wir an die öffentlichen Netze abgeben. Mit neuen Technologien werden wir künftig außerdem wichtige Rohstoffe wie beispielsweise Phosphor aus dem Abwasser recyceln.“ (hp)

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