Nach dem Brand ist kontaminiertes Löschwasser in die Kanalisation gelaufen.

Nach dem Brand ist kontaminiertes Löschwasser in die Kanalisation gelaufen.

Bild: © Annette Riedl/dpa

An der metallverarbeitenden Fabrik im Süden Berlins, wo am Donnerstag ein Großbrand ausgebrochen war, ist am Samstagabend kontaminiertes Löschwasser in die Kanalisation gelaufen. Nach Informationen der Berliner Wasserbetriebe vom Sonntag soll es sich um sogenannte Cyanide handeln. "Dadurch ist die Biologie im Klärwerk Waßmannsdorf durcheinander gekommen", sagte ein Sprecher. In den Ablaufbächen des Klärwerks seien tote Fische entdeckt worden. Die Zeitung "B.Z." (Online) berichtete zuerst.

Cyanide verhindern, dass bei Lebewesen wie Fischen genug Sauerstoff über das Blut aufgenommen werden kann. "Eine Gefahr für die Bevölkerung besteht nicht", sagte der Sprecher. Spaziergänger in der Umgebung des Klärwerks sollten jedoch vorsorglich darauf achten, dass "beispielsweise Hunde kein Wasser aus den Ablaufbächen trinken." Die beiden Bäche fließen nach Rudow und Schönefeld zum Teltowkanal.

Sperre errichtet

Die Berliner Feuerwehr hatte bei dem Brand in Berlin-Marienfelde zusammen mit den Wasserbetrieben eine Sperre errichtet, um das Abfließen von belastetem Löschwasser zu verhindern. "Die Sperre hatte ein Leck, das wir am Samstagabend mit Dichtkissen gestopft haben", sagte ein Feuerwehrsprecher am Sonntag.

Im Klärwerk Waßmannsdorf (Landkreis Dahme-Spreewald) liefen am Sonntag Arbeiten, um den biologischen Schaden zu beheben. "Schon seit der Nacht pendeln 20 Lastwagen nach Waßmannsdorf, die neuen Klärschlamm aus dem Werk Ruhleben anliefern", sagte ein Sprecher der Wasserbetriebe am Sonntagmorgen. Bis wann die Arbeiten andauern werden, war zunächst unklar. (dpa/amo)

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