So soll die Monoverbrennungsanlage für Klärschlamm im niedersächsischen Helmstedt einmal aussehen.

So soll die Monoverbrennungsanlage für Klärschlamm im niedersächsischen Helmstedt einmal aussehen.

Bild: © EEW

In Helmstedt in Niedersachsen wurde am Donnerstag der Grundstein für die erste Klärschlamm-Verbrennungsanlage (KVA) Niedersachsens gelegt. Die Energy from Waste (EEW) – ein europaweit tätiges Unternehmen für thermische Abfall- und Klärschlammverwertung - will dort nicht nur Phosphor recyceln, sondern aus einem ehemaligen Kohlerevier einen Standort „grüner“ Energieproduktion machen.

Die KVA soll künftig nämlich saubere Energie für Strom, Prozessdampf oder Fernwärme gewinnen. Hierfür arbeitet die Anlage mit zwölf MW thermischer Leistung nach dem KWK-Prinzip. Insgesamt sollen pro Jahr 160.000 Tonnen Originalsubstanz am Standort verbrannt werden können.

Drei weitere Standorte geplant

„Eines unserer Ziele ist es, eine Asche bereitzustellen, aus der mehr als 90 Prozent Phosphat zurückgewonnen werden können“, betont Bernard M. Kemper, Vorsitzender der Geschäftsführung von EEW. Das Phosphor soll dann als pflanzenverfügbarer Dünger in den Stoffkreislauf zurückfließen. 2021 ist die Inbetriebnahme der Anlage in Helmstedt – dem Stammsitz der EEW – geplant. Einen ersten "Lieferanten" für den Klärschlamm hat EEW auch schon: Vergangenes Jahr wurde ein Vertrag mit Veolia aus Braunschweig geschlossen.

Durch den Anlagenbetrieb sollen 15 neue Arbeitsplätze geschaffen werden. Das Projekt in Niedersachsen ist allerdings nicht das einzige der EEW. Drei weitere Klärschlammverbrennungsanlagen sind in Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern und Holland geplant. (ls)

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