Bei starker Versiegelung in Städten kann das Wasser in Folge starker Regenfälle nur schlecht abfließen.

Bei starker Versiegelung in Städten kann das Wasser in Folge starker Regenfälle nur schlecht abfließen.

Bild: © Peter Freitag/Pixelio

Starkregen nehmen zu und vor allem in versiegelten Städten wächst damit die Gefahr überfluteter Straßen. Und in diese überfluteten Straßen sollte kein Verkehr mehr rollen. Dieser Problematik hat sich, koordiniert von den Berliner Wasserbetrieben, ein Forschungskonsortium angenommen. Ein Echtzeit-Informationssystem soll in solchen Fällen Alarm schlagen. So können Unfälle vermieden und Einsatz- und Rettungskräfte rechtzeitig über aktuelle Verkehrslagen informiert werden.

Das Projekt Sensare – kurz für "Sensorbasierte Stadtgebietsanalyse für Starkregengefährdungen zur Warnung und Resilienz-Verbesserung der Verkehrsinfrastruktur" – identifiziert zunächst auf Basis einer Schwachstellenanalyse die Senken des Berliner Stadtgebiets. In diesen besteht eine erhöhte Überflutungsgefahr.

Sensoren an BVG- und BSR-Flotte

Berliner Busse und Müll-Lastwagen werden daraufhin mit einem speziellen Messsensor ausgestattet und übermitteln dann, ob die Fahrzeuge durch Pfützen fahren und wie tief diese sind. Diese Informationen sollen mit den Geo- und Wetterdaten kombiniert werden. So können sie in Echtzeit vor Überflutungen warnen. Daraufhin können Verkehrsströme durch veränderte Ampeln und Infos auf Navigationssystemen so gesteuert werden, dass Gefahrenstellen umfahren werden.

Am Projekt sind die TU Kaiserslautern, die Berliener Verkehrsbetriebe (BVG), die Berliner Stadtreinigung (BSR), Stromnetz Berlin, die Senatsumwelt- und die Senatswirtschaftsverwaltung beteiligt. Ebenfalls zu den Projektpartnern gehören der Softwareentwickler Esigma, das Urban Software Institute und die Smart City Solutions. Das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur fördert das Projekt, welches zunächst auf drei Jahre angelegt ist. (hol)

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