In Deutschland kommen Kläranlagen in die Jahre. Entweder werden die kleinen Anlagen modernisiert oder es kommt zu einer Zusammenlegung der Areale auf eine größere Einheit.

In Deutschland kommen Kläranlagen in die Jahre. Entweder werden die kleinen Anlagen modernisiert oder es kommt zu einer Zusammenlegung der Areale auf eine größere Einheit.

Bild: © Dieter Schütz/pixelio.de

Das Abwasser der beiden baden-württembergischen Gemeinden Immendingen und Geisingen soll künftig noch sauberer werden. Dazu wird die gemeinsame Verbandskläranlage um eine vierte Reinigungsstufe erweitert.

Konkret bedeutet das, dass ein sogenannter GAK-Filter künftig Spurenstoffe, wie Arzneimittelrückstände und Phosphate aus dem Wasser filtert. Statt Sand kommt hierbei Aktivkohle als Adsorptionsmaterial zum Einsatz. Aufgrund ihrer porösen Struktur und einer hohen spezifischen Oberfläche können sich Schadstoffe wie Mikroplastik, Hormone und Medikamentenreste besonders gut anlagern, werden gebunden und abtransportiert.

13 Anlagen klären bereits auf vierter Stufe

Das Umweltministerium in Baden-Württemberg fördert Städte und Gemeinden die ihre Kläranlage gegen Schadstoffe aufrüsten. Im Fall von Immendingen und Geisingen unterstützt die Landesregierung den Umbau mit drei Mio. Euro. Das sind rund 80 Prozent der Gesamtinvestitionskosten.

Insgesamt hält das Umweltministerium rund 62 Mio. Euro für den flächendeckenden Ausbau einer vierten Reinigungsstufe vor. Schon sind 13 Anlagen im Südwesten auf das erweiterte Verfahren umgestiegen, 15 weitere Entwässerungsbetriebe stecken noch mitten in der Planung. (ls)

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