Die Kläranlage in Aachen-Soers wurde um eine Ozonungsanlage ergänzt. Damit verfügt der Standort über vier Reinigungsstufen und ist ein großtechnisches Demonstrationsprojekt für die Technologie.

Die Kläranlage in Aachen-Soers wurde um eine Ozonungsanlage ergänzt. Damit verfügt der Standort über vier Reinigungsstufen und ist ein großtechnisches Demonstrationsprojekt für die Technologie.

© WVER

Die größte Ozonungsanlage Deutschlands hat ihren Betrieb aufgenommen, gleichzeitig startet damit das Monitoring der neuen Reinigungsstufe. So sollen Erkenntnisse über die Verminderung von Mikroschadstoffen für eine höhere Wasserqualität gewonnen werden. Die Untersuchungen werden mit ingesamt 2,6 Mio. Euro vom Land Nordrhein-Westfalen gefördert und laufen bis Ende 2019, erklärte das Umweltministerium NRW.

Die Subventionierung des großtechnischen Demonstrationsverfahrens in Aachen-Soers entspricht ganz den Zielen der Landesregierung, die vierte Reinigungsstufe in NRW an Belastungsschwerpunkten auszubauen. Umso mehr freut es Umweltstaatssekretär Heinrich Bottermann (CDU), dass der WVER die Ozonung auf freiwilliger Basis eingeführt hat. Schon 2013 hat der Wassverband das Institut  für Siedlungswasserwirtschaft (ISA) mit einer Machbarkeitsstudie beauftragt: Geklärt werden sollte, wie sich Mikroschadstoffe aus dem Abwasser am Standort Aachen-Soers eliminieren lassen.

Mikroschadstoffe nicht erst im Wasser eliminieren, sondern ganzheitlich vermeiden

Das Ergebnis: Die Ozonung stellt die optimale Lösung für das Klärwerk dar. Als Gas oxidiert Ozon auf umweltfreundliche Weise im Wasser gelöstes Eisen und Mangan und bricht hartnäckige organische Verbindungen auf, die dadurch leichter gefiltert werden können. Für Bottermann war dies ein wichtiger Schritt für die Daseinsvorsorge der Region: „Es wird immer viel über Brücken, Straßen und Schienen geredet. Wir dürfen die lebenswichtige Infrastruktur in der Wasserwirtschaft nicht vergessen.“

Für die Zukunft appellierte Bottermann an alle Akteure der Wasserwirtschaft und damit auch an den Verbraucher: „Um Mikroschadstoffe möglichst weitgehend in unserer Umwelt zu vermeiden, sollten wir dem Vorsorgegedanken konsequenter als bisher Rechnung tragen.“ (ls)

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