Die Stadtwerke Gronau und die Deutsche Glasfaser diskutieren, ob inwiefern das Telekommunikationsunternehmen zur Kooperation bereits verpflichtet ist.

Die Stadtwerke Gronau und die Deutsche Glasfaser diskutieren, ob inwiefern das Telekommunikationsunternehmen zur Kooperation bereits verpflichtet ist.

Bild: © Photocreo Bednarek/AdobeStock

Das Verwaltungsgericht in Nancy hat entschieden, dass die Giftmülldeponie „Stocamine“ bei Wittelsheim (Elsass) nicht versiegelt werden darf. Die dort eingelagerten Giftstoffe sind zu bergen und ein fachgerechter Umgang zu gewährleisten.

Die Arbeitsgemeinschaft Wasserwerke Bodensee-Rhein (AWBR) begrüßt diese Entscheidung. Nur so könne einer drohenden Gefährdung des Grundwasserreservoirs im Elsass wirkungsvoll begegnet werden.

Ehemalige Kalimine

Die Stocamine im Elsass war früher eine Kalimine, die für die hohen Salzbelastungen des Rheins mitverantwortlich war. Sie wurde nach Ende des Kaliabbaus zum Giftmülllager umgewidmet und nach einem Brand stillgelegt. Nun sollte der verbliebene Giftmüll auf Anordnung der Präfektur einbetoniert werden. Umweltorganisationen und politische Kräfte hatten dagegen geklagt.

Einsickerndes Grundwasser könnte die gefährlichen Giftstoffe aus der Lagerstätte austragen, so die Befürchtung. Derzeit lagern in der Stocamine noch ca. 42.000 Tonnen Giftmüll mit Arsen, Zyankali, Quecksilber und weiteren Risikostoffen. Sie könnten die nördlich gelegenen Wasserversorgungen langfristig gefährden. Betroffen wären in wenigen Jahrzehnten das Trinkwasser für Menschen in Colmar, Sélestat, Straßburg, Hagnau und weiteren Orten.

Unsicherheit über Betreiber

Noch ist das Urteil nicht rechtskräftig. Der Betreiber der Stocamine hat zwei Monate Zeit, diese Entscheidung beim Staatsrat, dem obersten Gericht in Paris, durch Einspruch anzufechten. Für den Fall eines Einspruchs hofft die AWBR auf eine Bestätigung des Urteils aus Nancy. Unklar ist, ob der Betreiber MDPA (Mines de Potasse d'Alsace) über ausreichende finanzielle Mittel verfügt, um zukünftig die Sicherheit des Lagers zu gewährleisten. (hp)

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