Sachsen ist eines der Bundesländer, die den Trinkwasserbedarf überwiegend aus Tal- und Seesperren deckt.

Sachsen ist eines der Bundesländer, die den Trinkwasserbedarf überwiegend aus Tal- und Seesperren deckt.

Bild: © Norbert Kaiser/Wikipedia

Was beim Verbraucher mancherorts aus dem Wasserhahn kommt, ist nicht selten ein Gemisch aus Grund- und Oberflächenwasser. Zwar hat sich der Grundwasseranteil in den vergangenen 18 Jahren bei ungefähr 60 Prozent eingependelt, aber die Mischverhältnisse variieren je nach Bundesland, teilt das Statistische Bundesamt mit.

Im Jahr 2016 haben die öffentlichen Wasserversorger gut fünf Mrd. Kubikmeter Wasser gewonnen. Davon wurden 3,7 Mrd. Kubikmeter an Haushalte und Kleingewerbe abgegeben und 0,9 Mrd. Kubikmeter an gewerbliche und sonstige Abnehmer. Der Anteil des Grundwassers an der Gesamtmenge lag bei rund 61 Prozent und damit vier Prozent niedriger als zwischen 1998 und 2004.

Nordwesten setzt auf reines Grundwasser

Die übrigen 39 Prozent des Wassers wurden 2016 aus Oberflächenwasser gewonnen. Dazu zählen See- und Talsperrenwasser (zwölf Prozent), angereichertes Grundwasser (neun Prozent), Quellwasser (acht Prozent) und Uferfiltrat (acht Prozent). Äußerst geringe Bedeutung hatte Flusswasser, dessen Anteil bei rund einem Prozent lag.

Während in Bremen, Hamburg und Schleswig-Holstein ausschließlich Grundwasser durch die Leitungen fließt, deckt Sachsen den Wasserbedarf zu 78 Prozent über Oberflächenwasser aus See- und Talsperren. Auch Berlin setzt zum Großteil (71 Prozent) auf Uferfiltrat (57 Prozent) und angereichertes Grundwasser (14 Prozent). Reines Grundwasser kommt dort nur zu 29 Prozent beim Verbraucher an. (ls)

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