Mit den Daten, die Sensoren auf den Computer schicken, kann eine Software die Schadensstelle errechnen.

Mit den Daten, die Sensoren auf den Computer schicken, kann eine Software die Schadensstelle errechnen.

Bild: © Berliner Wasserbetriebe

Jeden Tag rauschen rund 590 Mio. Liter Trinkwasser durch das 7827 Kilometer lange Rohrnetz Berlins. Um Wasserverluste im Netz aufzudecken, setzen die Berliner Wasserbetriebe die akustische Zonenüberwachung (AZ) oder Korrelation ein.

Selbst winzige Löcher im Rohr verursachen andere Geräusche als „normal“ fließendes Wasser. Das Leck-Geräusch erreicht die Armaturen – z.B. Schieber oder Hydranten – rechts und links des Schadens abhängig von ihrer Entfernung zum Schadensort zu unterschiedlichen Zeiten.

Überprüfung des gesamten Leitungsnetzes

Die Geräuschsensoren, so genannte Hydrophon- oder AZ-Logger, werden in bestimmten Abständen auf die Armatur gesetzt. Die Logger funken ihre Daten dann direkt auf einen Computer oder ein iPad. Aus den Daten der Geräusche sowie den wichtigsten Rohrdaten wie Material und Größe errechnet eine Korrelationssoftware den Ort des Lecks.

Alle fünf bis sechs Jahre wird so der Leitungsbestand des Unternehmens überprüft. Circa 20 Mal im Jahr werden die Spezialist:innen fündig. Mit einer Rohrschadenquote von 0,06 Prozent pro Jahr und Wasserverlusten von zwei Prozent liegen die Berliner Wasserbetriebe deutlich unter dem bundesweiten Durchschnitt von 5,2 Prozent. (hp)

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