In Naunhof, etwa 30 Kilometer vor den Toren Leipzigs soll in den kommenden Jahren ein neues Wasserwerk gebaut werden. Die beiden bestehenden Werke am Standort haben nach über 100 Jahren im Einsatz deutliche Ermüdungserscheinungen. Nach gründlichen Untersuchungen steht fest: Ein Neubau ist wirtschaftlicher als eine Sanierung.
Noch befindet sich das Projekt in der Planungsphase. Losgehen wird es voraussichtlich 2022 – nach dreijähriger Bauzeit könnte die Anlagen 2025 ans Netz gehen. Naunhof fördert aktuell 50 000 Kubikmeter Wasser pro Tag, das soll sich mit dem neuem Werk nicht ändern. Auch der Förderbrunnen bleibt der Gleiche. Das Wasser wird über neue Rohrleitungen zum Standort geleitet.
Leitungen und Speicher werden ertüchtigt
In Kombination mit zwei weiteren Wasserwerken der Leipziger Gruppe deckt Naunhof rund dreiviertel des Bedarfs der 680 000 Einwohner ab. Ergänzt wird die Versorgung durch Fernwasserlieferungen von Elbaue-Ostharz aus den Anlagen entlang der Elbe. Da die Leipziger in den kommenden Jahren mit einem Bevölkerungswachstum von rund 20 000 Menschen rechnen, stehen noch zwei weitere Versorgungselemente auf der Agenda:
Im Rahmen des Konzepts „Trinkwasserversorgung 2030“ werden die Trinkwasserspeicher in Probstheida ertüchtigt. Diese liegen mittlerweile zu niedrig, um die wachsende Landeshauptstadt energieeffizient mit Wasser zu beliefern. Zwei neue Hochbehälter in der Umgebung von Taucha und Liebertwolkwitz sollen Abhilfe schaffen. Auch die Leitungen werden ins Visier genommen. Im Süden der Stadt soll das Transportnetz, das sich fast ringförmig um Leipzig legt durch eine Erweiterung geschlossen werden. Eine zukunftsfähige Versorgung lassen sich die Leipziger Wasserwerke einiges kosten: Allein das neue Wasserwerk kostet voraussichtlich 18 bis 20 Mio. Euro. (ls)



