Eine moderne Antriebstechnik in Brunnenpumpen kann die Wassergewinnung energieeffizienter machen.

Eine moderne Antriebstechnik in Brunnenpumpen kann die Wassergewinnung energieeffizienter machen.

© Gelsenwasser

Wie lässt sich aus möglichst wenig Energie möglichst viel Wasser gewinnen? Dieser Frage geht das Verbundsprojekt "Enerwag" nach. Das vom DVGW und der Technische Universität Hamburg kooridinierte Forschungsvorhaben untersucht die Energieeffizienz von Grundwasserbrunnen und liefert nun Verbesserungsvorschläge.

Der größte Anteil, fast 80 Prozent am elektrischen Gesamtenergieverbrauch eines Wasserwerks, entfällt auf den Betrieb von Unterwassermotorpumpen. Sie befördern das Grundwasser aus den Trinkwasserbrunnen bis zum Wasserwerk. Geringe Wirkungsgrade sorgen dabei nach Schätzungen für mindestens 50 Prozent an Energieverlusten. In Zeiten von ambitionierten Klimazielen und steigenden Strompreisen ist das eine verbesserungswürdige Bilanz.

25 Prozent weniger Energieverluste

Fünf bis zehn Prozent höhere Wirkungsgrade lassen sich durch den Einsatz von modernen Pumpentechnologien erzielen. Dabei wird der Asynchronantrieb durch einen Permanentmagnetantrieb ersetzt. Perspektivisch sollen dadurch bis zu 25 Prozent der Energieverluste vermieden werden. Dafür braucht es neben der Neuerung in der Verfahrenstechnik auch ein optimiertes Brunnenmanagement. Das Forschungsvorhaben ist auf vier Jahre angelegt und wird vom Bundeswirtschaftsministerium mit 1,4 Mio. Euro gefördert. (ls)

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