Mit einer aktuellen bundesweiten Umfrage unter 212 seiner Mitgliedsunternehmen hat der Deutsche Verein des Gas- und Wasserfaches (DVGW) die Auswirkungen der Trockenheit der vergangenen Jahre untersucht. „Mit Blick auf die Trockenperioden seit 2018 können wir feststellen, dass die Trinkwasserversorgung in Deutschland insgesamt zu keinem Zeitpunkt gefährdet war“, sagte Wolf Merkel, Vorstand Wasser des DVGW, in Berlin.
Allerdings kam es vereinzelt zu regionalen Engpasssituationen bei der Wasserversorgung, etwa aufgrund von Engpässen bei Talsperren-Füllungen, mangelnder Brunnen-Ergiebigkeiten oder beim Unterschreiten von Mindest-Versorgungsdrücken in den Netzen, so der Verband.
Hohe Ausnutzungsgrade
Für das Jahr 2020 erwarten 25 Prozent der Versorger laut der Umfrage bei den rechtlich oder vertraglich gesicherten Wasserressourcen einen Ausnutzungsgrad von über 90 Prozent. Mit Engpässen bei der Gewinnung rechnen 18 Prozent der Unternehmen.
Um für die Zukunft gewappnet zu sein, stehen für die DVGW-Umfrage-Teilnehmer drei Maßnahmen im Vordergrund: Die Trinkwasserressourcen in Verbindung mit den zugehörigen Wasserrechten haben eine sehr hohe Bedeutung. Hier gelte es, auf Ebene der zuständigen Ministerien und Behörden die Wichtigkeit und Dringlichkeit des Themas zu adressieren und gemeinsame Optionen für eine Flexibilisierung zu erarbeiten, heißt es beim DVGW.
Mehr Resilienz und mehr Forschung
Als zweite Maßnahme befürworten die Unternehmen, dass der DVGW sein Regelwerk stärker in Richtung Resilienz in Bezug auf den Klimawandel ausrichtet. Weitere F&E-Leistungen halten 14 Prozent der Unternehmen für notwendig, wobei aber keine thematische Spezifizierung vorgenommen wurde. Das werde Gegestand im DVGW-Forschungsbeirat Wasser sein, so der Verband. (hp)


