Im belgischen Büdgenbach kommt kein Tropfen mehr aus dem örtlichen Brunnen - die deutschen Nachbar eilen zur Hilfe.

Im belgischen Büdgenbach kommt kein Tropfen mehr aus dem örtlichen Brunnen - die deutschen Nachbar eilen zur Hilfe.

Bild: © Robson/pixelio.de

Die Trockenheit hat in der Eifel zu einem ungewöhnlichen kleinen Grenzverkehr geführt: Täglich bringen Tankwagen Tausende Liter Trinkwasser von Monschau ins belgische Bütgenbach. Das Wasserwerk Perlenbach hilft der belgischen Eifelgemeinde, wie der stellvertretende technische Betriebsleiter Gerhard Schmitz erklärt. Wegen der Trockenheit lieferten die Trinkwasserbrunnen in Bütgenbach nicht mehr genug Wasser. So etwas habe es bisher noch nicht gegeben.

In den ersten Tagen hätten das Technische Hilfswerk und das Deutsche Rote Kreuz die Transporte übernommen. Jetzt fahre der belgische Zivilschutz. «Die zapfen das Wasser aus unserer Transportleitung ab und fahren es dann in Tankwagen rüber», sagte Schmitz. Mit dem Wasser würden dann die Brunnen aufgefüllt. Täglich würden so bis zu 180 000 Liter Wasser über die Grenze gebracht.

Verbund Nordeifel springt zur Not ein

Das deutsche Wasserwerk versorge ohnehin Ortsteile in der belgischen Grenzregion. Jetzt würden zusätzlich 6000 Menschen versorgt. «Das ist für uns durchaus üblich, dass wir grenzüberschreitend tätig sind», so der Betriebsleiter. Sollte in der Perlenbachtalsperre das Wasser knapp werden, könne man Wasser über einen Verbund mit der Wassergewinnungs- und Aufbereitungsgesellschaft Nordeifel beziehen.

Die Eifeler Talsperren sind nach Angaben des Wasserverbands Eifel-Rur in etwa so gut gefüllt wie im langjährigen Mittel - trotz der langen Trockenheit schon im Sommer. Man habe schon früh seinen vorhandenen Spielraum genutzt und sparsam Wasser abgegeben, sagte ein Sprecher. (ls/dpa)

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