Fische aus der Friedberger Ach – hier bei Thierhaupten – dürfen wegen der PFC-Belastung derzeit nicht verzehrt werden.

Fische aus der Friedberger Ach – hier bei Thierhaupten – dürfen wegen der PFC-Belastung derzeit nicht verzehrt werden.

Bild: © FritzG/Wikipedia

Einem Gutachten zufolge könnte die Chemikalien-Verschmutzung des Grundwassers am Ex-Militärflugplatz Penzing im oberbayerischen Landsberg nicht nur aus dem ehemaligen Feuerlösch-Übungsbecken stammen. Das Becken sei zwar nach einer Untersuchung die Hauptquelle für die Belastung mit per- und polyfluorierten Chemikalien (PFC) auf dem Gelände, teilte die Bundesanstalt für Immobilienaufgaben anlässlich der Vorstellung eines Gutachtens am in Landsberg am Lech mit. Es müsse aber noch weiter untersucht werden, ob die mutmaßlich krebserregenden Chemikalien auch von außerhalb des Flugplatzes ins Wasser gelangten.

Schon 2013 waren erhöhte Werte von Perfluoroktansulfonsäure (PFOS) im Trinkwasser des Penzinger Ortsteils Untermühlhausen festgestellt worden. Die Quelle wurde stillgelegt und der Ortsteil anderweitig mit Wasser versorgt. Auch in Fischen wurden erhöhte PFOS-Werte gefunden.

Verseuchung auf  75 Kilometern

Nach Angaben des Bund Naturschutz sind die Bachsysteme – der Verlorene Bach und die Friedberger Ach – auf 75 Kilometern Länge belastet. Die Chemikalie PFOS wurde früher in Löschschäumen verwendet und ist laut bayerischem Umweltministerium seit 2006 EU-weit verboten. (dpa/hp)

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