Wie in vielen Teilen Deutschlands hofft man auch in Aitrang auf Regen. Bis dahin ist die Trinkwasserversorgung provisorisch gelöst.

Wie in vielen Teilen Deutschlands hofft man auch in Aitrang auf Regen. Bis dahin ist die Trinkwasserversorgung provisorisch gelöst.

© lichtkunst 73/pixelio.de

Die anhaltende Trockenheit lässt die Pegelstände in der Gemeinde im Ostallgäu auf einen historischen Niedrigstand sinken. Mittlerweile muss das Trinkwasser in Aitrang vorsorglich gechlort und Hilfe von den Kaufbeurer Nachbarn angefragt werden.

Die Wasserstände in vielen ostallgäuer Brunnen seien seit April auf bis zu drei Meter gesunken, erklärt Jürgen Schweikart, erster Bürgermeister in Aitrang. Selbst wenn es regnen sollte, dauert es rund 50 Tage bis das Grundwasser wieder steigt. Durch das Niedrigwasser hat die Gemeinde mit Schwierigkeiten bei der Aufbereitung zu kämpfen. Sand vom Grund des Brunnens sei in den örtlichen Hochbehälter gelangt. Durch die Eintrübung verrichtet die UV-Anlage zur Desinfektion des Wassers nicht mehr ordnungsgemäß ihren Dienst.

Stillgelegte Quelle soll Abhilfe schaffen

Das zuständige Gesundheitsamt hat dementsprechend ein Abkochgebot für die Aitranger Haushalte verhängt. Außerdem wird das Wasser vorsorglich gechlort. Nachdem der Brunnen mittlerweile jedoch komplett versiegt ist, hat die Gemeindeverwaltung Unterstützung aus der Nachbarschaft angefordert: Seit Samstag stellt die Kaufbeurer Feuerwehr eine Notversorgung mit Tankwagen sicher.

Um die Lage schnellstmöglich in den Griff zu bekommen, hat Aitrang ein Verbot zum Rasen sprengen, Autowaschen sowie Pool auffüllen erlassen und die Bürger angehalten, sparsam mit dem knappen Gut umzugehen. Zudem wird ein stillgelegter Brunnen – die „Schellerweide“, nahe des Hochbehälters reaktiviert. Spätestens am Mittwochvormittag soll die Feuerwehr eine Notleitung gelegt haben. Abgekocht werden, muss auch dann noch – nur zur Sicherheit. (ls)

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