Waren kleinste Kalkteilchen für die bläuliche Färbung des Trinkwassers in Dossenheim und Heidelberg Anfang Februar verantwortlich? Dieser Theorie gehen die Behörden derzeit nach, sagte ein Sprecher des Landratsamtes Rhein-Neckar-Kreis am Mittwoch. "Dieser Effekt der Lichtstreuung ist unter anderem vom Blautopf in Blaubeuren bekannt." Gewissheit könnten aber erst weitere Untersuchungen bringen.
Dazu wurde nun, neben dem Technologiezentrum Wasser Karlsruhe, auch das Leibniz-Institut in Saarbrücken eingeschaltet. Dort werden Wasserproben mit einem Rasterelektronenmikroskop analysiert. Mit einem Ergebnis rechnet das Landratsamt erst ab der zweiten Märzwoche. Den bisherigen Tests zufolge habe keine Gefahr für die Bevölkerung bestanden.
Keime und Schwermetalle können ausgeschlossen werden
Bislang tappten die Experten bei der Suche nach dem Grund für den Blaustich im Dunkeln: Die feinstofflichen Analysen vor wenigen Tagen hatten laut Gesundheitsamt für den Rhein-Neckar-Kreis und für Heidelberg keine Ergebnisse gebracht. Getestet wurden unter anderem Belastungen mit Keimen, der pH-Wert und verschiedene Schwermetalle wie zum Beispiel Blei und Kupfer.
Anfang Februar hatte das Gesundheitsamt eine Wasser-Warnung für Heidelberg und Dossenheim abgegeben. Das betroffene Wasserwerk Entensee in Heidelberg bleibt bis zur endgültigen Klärung der Ursache außer Betrieb. (dpa/ls)



