Am Schieber (v.l.): Wolfgang Exner, Erster Stadtrat von Hofheim am Taunus, Andreas Niedermaier, Vorstand der Entega AG, Constantin H. Alsheimer, Vorstandsvorsitzender Mainova AG, Brigitte Lindscheid, Regierungspräsidentin, Elisabeth Jreisat, Geschäftsführerin von Hessenwasser, Ralf Schodlok, Vorstandsvorsitzender der ESWE Versorgungs AG.

Am Schieber (v.l.): Wolfgang Exner, Erster Stadtrat von Hofheim am Taunus, Andreas Niedermaier, Vorstand der Entega AG, Constantin H. Alsheimer, Vorstandsvorsitzender Mainova AG, Brigitte Lindscheid, Regierungspräsidentin, Elisabeth Jreisat, Geschäftsführerin von Hessenwasser, Ralf Schodlok, Vorstandsvorsitzender der ESWE Versorgungs AG.

Bild: © Hessenwasser

Etwa die Hälfte des Trinkwassers für das gesamte Rhein-Main-Gebiet kommt aus dem Ried, einer zwischen Rhein und Odenwald gelegenen Kulturlandschaft in Südhessen, die durch das uralte, zum Weltkulturerbe gehörende Kloster Lorsch geprägt ist. Die erste Riedleitung, die Trinkwasser von dort zu den Verbrauchern leitet, wurde in den Jahren 1963 und 1964 ab Gernsheim gebaut, sie gilt bis dato als Rückgrat für die Versorgung der Region. In Rüsselsheim teilt sie sich auf: in Richtung Frankfurt, Wiesbaden und hin zum Taunus.

Die Riedleitung und damit auch die dazu gehörende Behälteranlage für Trinkwasser im Rüsselsheimer Stadtteil Haßloch, die bis zu 40 000 Kubikmeter Wasser fasst, sind dementsprechend wichtig. Von hier verläuft nun eine neue, stählerne Trinkwasser-Pipeline nach Raunheim, direkt am Main. Zugleich wurde der erste Teil einer zweiten, parallel verlaufenden Riedleitung errichtet. Beide Bauwerke wurden jetzt in den Regelbetrieb übernommen.

Ballungsraum soll versorgungssicher bleiben

Der erste Abschnitt der neuen Leitung ist nach einem Jahr Bauzeit pünktlich fertiggestellt geworden, wie das „Rüsselsheimer Echo“ vermeldet. Die Kosten belaufen sich demnach auf rund acht Millionen Euro. Die Länge des Teilstücks beträgt vier Kilometer. „Der erste Abschnitt steht für die moderne Struktur, die wir benötigen, um den Ballungsraum mit Trinkwasser zu versorgen“, sagte Hessenwasser-Geschäftsführerin Elisabeth Jreisat während der Einweihungsfeier.

Die vier Kilometer sollen jedoch erst der Anfang sein. Die vorbereitenden Arbeiten zur Planung des nächsten Abschnitts von rund 17 Kilometer im mittleren Hessischen Ried seien bereits aufgenommen worden. „Die Leitung muss aus Gründen der Versorgungssicherheit verdoppelt werden, schon um die Bestandsleitung sanieren zu können“, so die Hessenwasser-Chefin. Im Hochsommer muss die Riedleitung täglich bis zu 120 000 Kubikmeter Wasser transportieren. (sig)

Lesen Sie weiter mit Ihrem ZFK-Abonnement

Erhalten Sie uneingeschränkten Zugang zu allen Inhalten der ZFK!

✓ Vollzugriff auf alle ZFK-Artikel und das digitale ePaper
✓ Exklusive Analysen, Hintergründe und Interviews aus der Branche
✓ Tägliche Branchen-Briefings mit den wichtigsten Entwicklungen

Ihr Abonnement auswählen

Haben Sie Fehler entdeckt? Wollen Sie uns Ihre Meinung mitteilen? Dann kontaktieren Sie unsere Redaktion gerne unter redaktion@zfk.de.

Home
E-Paper