(v. l.) Wasserwerks-Leiter Dominik Pollok, Kreislandwirt Heinz-Georg Hartmann, die WLV-Kreisvorsitzende Susanne Schulze Bockeloh, Johannes Zerche, Wasserwerks-Mitarbeiter im Ressourcenschutz, und Stadtwerke-Geschäftsführer Sebastian Jurczyk

(v. l.) Wasserwerks-Leiter Dominik Pollok, Kreislandwirt Heinz-Georg Hartmann, die WLV-Kreisvorsitzende Susanne Schulze Bockeloh, Johannes Zerche, Wasserwerks-Mitarbeiter im Ressourcenschutz, und Stadtwerke-Geschäftsführer Sebastian Jurczyk

Bild: © Stadtwerke Münster

Schon seit 1991 engagieren sich viele Landwirte in den münsterschen Wasserschutzgebieten gemeinsam mit den Stadtwerken Münster für nachhaltigen Gewässerschutz. Angesichts der zahlreichen aktuellen Herausforderungen für Landwirte und Wasserversorger möchten der Westfälisch-Lippische Landwirtschaftsverband (WLV) und die Stadtwerke Münser ihre Zusammenarbeit intensivieren.

Die Partner haben nun vereinbart, sich verstärkt über gewässerschonende, aber praxisnahe Bewirtschaftungsmethoden auszutauschen. Damit soll langfristig gewährleistet werden, dass das vor Ort gewonnene Trinkwasser höchsten Qualitätsstandards genügt.

Umweltschutz spielt zentrale Rolle

„Als Landwirte sichern wir die Versorgung mit Lebensmitteln. Dabei spielt der Umweltschutz eine zentrale Rolle. In der Kooperation mit den Stadtwerken haben wir Landwirte bereits viel bewegt. Das zeigt, dass wir durch kooperative Ansätze viel für den Gewässerschutz erreichen“, sagt Susanne Schulze Bockeloh, Vorsitzende des WLV-Kreisverbandes Münster, die in Handorf Ackerbau betreibt.

Optimierung bei einigen Messstellen

Beim Thema Nitrat im Grundwasser sei ein enger Austausch und eine gute Zusammenarbeit zwischen Landwirten und Wasserwerken essenziell, um Fortschritte zu erzielen, heißt es in einer Mitteilung. Im Trinkwasser, das die Stadtwerke an die Münsteraner liefern, liegen die Nitratwerte deutlich unter dem Grenzwert, allerdings bieten die Werte einiger Messstellen in Münsters Wasserschutzgebieten weiterhin Verbesserungspotenzial.

„Die Trinkwasserverordnung gibt strenge Grenzwerte und Kontrollen vor, die unser Trinkwasser allesamt erfüllt. Damit die Wasserqualität so ausgezeichnet bleibt, ist uns die Kooperation sehr wichtig. Hand in Hand arbeiten wir als Wasserversorger auch zukünftig eng mit den Landwirten daran, den kooperativen Gewässerschutz flächendeckend auszubauen. Denn die Erfolge sind klar messbar“, erklärt Sebastian Jurczyk, Geschäftsführer der Stadtwerke.

Weitere Reduzierung des Düngereinsatzes

Die Stadtwerke unterstützen die in der Kooperation beteiligten Landwirte ganz praktisch dabei, ihre Betriebe gewässerschonend zu betreiben. Ziel ist es unter anderem, den Einsatz von Dünger und Pflanzenschutzmitteln zu reduzieren oder – sofern möglich – ganz zu vermeiden. Die Kooperation finanziert außerdem einen Gewässerschutzberater bei der Landwirtschaftskammer.

„Kooperation, das bedeutet für mich miteinander zu gestalten, sich wertschätzend und auf Augenhöhe zu begegnen. So erlebe ich die Zusammenarbeit mit den Stadtwerken. Für die beteiligten Landwirte sind die Maßnahmen ökologisch sinnvoll und rentieren sich dank der Förderung auch wirtschaftlich, wenn man die Kosten für Dünger oder Pflanzenschutzmittel bedenkt“, sagt Heinz-Georg Hartmann, Kreislandwirt aus Amelsbüren und Vorsitzender der Kooperation Landwirtschaft/Wasserwirtschaft Münster.

Kooperation weiter ausbauen

„Um die fachliche Zusammenarbeit mit der Landwirtschaft weiter auszubauen, kümmert sich mit Johannes Zerche seit diesem Jahr ein Mitarbeiter der Stadtwerke schwerpunktmäßig um die Kooperation“, erklärt Dominik Pollok, Abteilungsleiter der Wasserwerke in Münster. (hp)

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