Nach dem Durchfließen der drei Turbinen des Leitzachwerks wird ein Großteil des Wassers in drei angelegten Becken gespeichert.

Nach dem Durchfließen der drei Turbinen des Leitzachwerks wird ein Großteil des Wassers in drei angelegten Becken gespeichert.

Bild: © Obermeier/SWM

Seit bald 110 Jahren erzeugt das 1913 in Betrieb genommene Leitzachwerk Ökostrom aus Wasserkraft. Es liegt in der Nähe des Seehamer Sees, der aus den Flüssen Leitzach, Mangfall und Schlierach gespeist wird. Die Stadtwerke München (SWM) betreiben das Wasserkraftwerk, das 40 Kilometer von München entfernt liegt.

Die SWM haben im Jahr 2017 für das Leitzachwerk 1 vom Landratsamt Miesbach als zuständige Wasserrechtsbehörde das Wasserrecht für weitere 30 Jahre bewilligt bekommen. Im Vertrag vereinbart ist eine größere Mindestwassermenge. Sie wird zudem dem jahreszeitlich schwankenden Wasservorkommen angepasst. So können Fische besser zu ihren Laichplätzen gelangen.

Eine halbe Million Euro

Zu den weiteren ökologischen Auflagen gehört, die ökologische Durchgängigkeit in den Flüssen und die Gewässerstruktur zu verbessern. Zum Nutzen für Fische und Kleinstlebewesen werden unter anderem Felsbrocken durch niedrigere Schwellen aus Wasserbausteinen ersetzt.

Zur Umsetzung dieser Maßnahmen leisten die SWM bis 2021 einen finanziellen Beitrag von insgesamt 500.000 Euro. Die Arbeiten vor Ort übernimmt das Wasserwirtschaftsamt Rosenheim, das auch die notwendigen Maßnahmenpakete für die Gewässerabschnitte identifiziert hat. (hp)

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