Wasserrechte für das Fördern von Trinkwasser sind ein heikles Thema. Unter der Regie des VKU haben sich jetzt zehn Wasserversorger in NRW und Niedersachsen zu einem Netzwerk zusammengetan.

Wasserrechte für das Fördern von Trinkwasser sind ein heikles Thema. Unter der Regie des VKU haben sich jetzt zehn Wasserversorger in NRW und Niedersachsen zu einem Netzwerk zusammengetan.

Bild: © VKU

Zehn Trinkwasser Versorgungsunternehmen wollen in den nächsten drei Jahren gemeinsam Energieeffizienz-Potenziale heben. Sie haben sich deswegen zum Energieeffizienz-Netzwerkes GR-EEN VKU Wasser I zusammengeschlossen. Das Branchennetzwerk wurde von den VKU Landesgruppen Nordrhein-Westfalen und Niedersachsen/Bremen initiiert. Mitglieder sind die Trinkwasserverbände Verden und Wittlage, der Wasserverbund Niederrhein, die Harzwasserwerke, der Oldenburgisch-Ostfriesische Wasserverband, NEW Niederrheinwasser, Stadtwerke Duisburg und Lübbecke.

Über die Themen konnte bei der ersten Sitzung des bundesweit ersten Branchennetzwerk seiner Art schnell Einigkeit erzielt werden: Messtechnik, Kennzahlenbildung, Antriebstechnik (Pumpen), Verfahrenstechnik, Fördermittel und Mitarbeitermotivation sollen in der dreijährigen Netzwerkarbeit besonders im Fokus stehen. Dabei erfolgt die Ausrichtung gezielt entlang des Prozesses der Trinkwasserversorgung, von der Gewinnung über die Aufbereitung bis zur Verteilung.

Wissenschaftliche Begleitung

Fachlich begleitet wird das Netzwerk von Torsten Cziesla, Hochschule Hamm-Lippstadt, und Aaron Teermann, Westfälische Hochschule. "Wir haben die Erfahrung gemacht, dass Teilnehmer eines Energieeffizienz-Netzwerkes im Vorfeld selbst schon einiges gemacht haben. Deshalb müssen wir als Netzwerkbetreiber ein entsprechendes Niveau bieten, um auch die hoch hängenden Früchte zu erreichen", weiß Moritz Becker, Consultant bei Arcanum Energy und Moderator von GR-EEN VKU Wasser I.

"Um weitere Potentiale zu erschließen, müssen wir über den eigenen Tellerrand hinausblicken. Uns interessiert, was andere Unternehmen wie gemacht haben", erläutert Jörg Klimasch vom Wasserverband Wittlage. Sascha Merz beim Wasserverbund Niederrhein ergänzt: "Wir sind alle gefordert, effizienter zur werden – um Kosten zu sparen, aber auch den CO2-Ausstoß zu senken. Der Erfahrungsaustausch mit anderen hilft dabei enorm."

Pläne für das nächste Netzwerk

Aufgrund der hohen Resonanz planen die Initiatoren demnächst ein zweites Netzwerk für Trinkwasserversorger aufzulegen und dieses thematisch um die Abwasseraufbereitung zu erweitern. Interessierte Unternehmen können hierzu mit den Landesgruppen des VKU NRW oder Niedersachen/Bremen Kontakt aufnehmen oder sich bereits jetzt als Interessent für GR-EEN VKU WASSER II bei Moritz Becker unter moritz.becker@arcanum-energy-solutions.de registrieren lassen. (sig)

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