Viele digitale Komponenten dürfte das neue Energienetz enthalten, das die Eon AG zusammen mit mehreren regionalen Partnern ab sofort in Schleswig-Holstein erforscht.

Viele digitale Komponenten dürfte das neue Energienetz enthalten, das die Eon AG zusammen mit mehreren regionalen Partnern ab sofort in Schleswig-Holstein erforscht.

Bild: © envfx/Fotolia

Deutsche Telekom und EWE werden zum Jahresbeginn 2020 das Joint Venture Glasfaser Nordwest GmbH gründen, die bis zu 1,5 Millionen Haushalte und Unternehmensstandorte mit Glasfaser bis ins Haus versorgen soll. Das Bundeskartellamt hat die dazu nötige „finale fusionskontrollrechtliche Freigabe“ erteilt. In den nächsten Tagen werden auch die Geschäftsführer bestellt. Die Firma wird Ihren Firmensitz im niedersächsischen Oldenburg haben.

Das Unternehmen wird seine Aktivitäten in Teilen Niedersachsens, Nordrhein-Westfalens und Bremens aufnehmen, um dort die Versorgung mit Glasfaseranbindungen bis ins Haus (FTTH) auszubauen. Bei den Erschließungen stehen sowohl bisher unterversorgte ländliche Gebiete als auch urbane Regionen im Fokus. Beide Partner gehen von einer Investitionshöhe von bis zu zwei Milliarden Euro über einen Zeitraum von zehn Jahren aus. Die Kooperation wurde ohne zeitliche Begrenzung vereinbart.

Glasfaserausbau als Gemeinschaftsaufgabe

„Kooperationen sind ein wichtiger Baustein für den Infrastrukturausbau in Deutschland. Wir freuen uns, dass wir nach langen Monaten der Prüfung nun gemeinsam mit EWE Glasfaser Nordwest etablieren können. Das neue Unternehmen wird sofort loslegen. Mit dem Ziel, möglichst schnell viele Menschen im Nordwesten mit Gigabitgeschwindigkeiten zu versorgen“, sagt Telekom Deutschland-Chef Dirk Wössner. Glasfaser Nordwest ist die bislang größte Unternehmensgründung für den Ausbau von Glasfaser in Deutschland.

EWE-Chef Stefan Dohler begrüßt insbesondere die kartellamtliche Genehmigung: „Großflächiger Glasfaserausbau ist Gemeinschaftsaufgabe. Ein Unternehmen alleine kann diese sehr hohen Investitionen nicht stemmen. Gemeinsam bringen wir nun den Nordwesten in die Gigabitgesellschaft. Wir stehen weiterhin für den Netzausbau und schnellstes Internet – von nun an gemeinsam mit einem starken Partner.“ Bereits 2020 sollen die ersten Kunden im Ausbaugebiet im Nordwesten Deutschlands die neuen Glasfaseranschlüsse nutzen können. (sig)

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