Der norddeutsche Energieversorger EWE steigt über dessen Tochter EWE Tel bei der OneFiber Interconnect Germany in St. Wendel ein. Auch Aton Digital Services wird als Erstinvestor zum Aufbau des Glasfaserzubringernetzes mit dabei sein und das notwendige Wachstumskapital miteinbringen, wie er mitteilte.
Gegenüber der ZfK sagte Norbert Westfal, Sprecher der Geschäftsführung der EWE Tel: "Das Konzept der OneFiber ist schlüssig und hat uns begeistert. Daher würden wir gerne OneFiber mit unserer Telekommunikationserfahrung unterstützen." Denn Kooperationen seien "wesentlich für einen erfolgreichen Breitbandausbau". Insbesondere in den Bereichen Betrieb, Service und Netzbetrieb könnte die EWE unterstützen und damit die Zubringernetze für Geschäftskunden, Gewerbegebiete und Behördenstandorte weiter ausbauen. "Über die konkrete Form und Ausgestaltung der Zusammenarbeit sprechen wir aktuell mit der OneFiber", so Westfal.
Modernes Konzept soll ohne Steuergelder realisiert werden
OneFiber hat ein detalliertes Konzept entwickelt. Dieses soll ein homogenes und flächendeckendes Hochleistungs-Glasfaserzubringernetz bis tief in die ländlichen Räume gewährleisten. Es nutzt hierbei die bundesweit existierenden Kabelkanäle der Deutschen Bahn und soll innerhalb von circa fünf Jahren komplett verlegt werden. Die Bahn profitiert ebenso davon, weil die Digitalisierung damit einen Schub erhält. Durch das Netz sollen auch Funklöcher geschlossen und neue bei 5G unterbunden werden.
Für die Realisierung des Glasfasernetzes sind keine Steuergelder vorgesehen, sondern private Mittel von deutschen Geldgebern in Höhe von rund 1,8 Milliarden Euro. Das Netz werde durch einen Open-Access-Zugang jedem offen stehen. (gun)



