"Kein Netz" soll es in Deutschland künftig immer weniger heißen. Die Funkloch-App der BNetzA zeigt Ausbaubedarf an.

"Kein Netz" soll es in Deutschland künftig immer weniger heißen. Die Funkloch-App der BNetzA zeigt Ausbaubedarf an.

Bild: © Inga Kjer/dpa

Die Länder pochen auf mehr Anstrengungen für eine flächendeckende Mobilversorgung in Deutschland, um "weiße Flecken" insbesondere auf dem Land zu schließen. Der Bundesrat forderte die Bundesregierung am Freitag dazu auf, eine Gesamtstrategie zum Glasfaserausbau zu entwickeln.

Eine moderne Mobilfunkversorgung sei entscheidend, um gleichwertige Lebensverhältnisse zu schaffen. Der Bund müsse alle gesetzlichen und finanziellen Aktivitäten prüfen, um eine vollständige Flächenversorgung sicherzustellen. Es gehe um eine Versorgung der Fläche und nicht der Haushalte. Die Sorge ist, dass eine weitgehende Abdeckung der Haushalte nicht gleichbedeutend ist mit einer weitgehenden Abdeckung der Fläche. Der Bundesrat brachte dazu gesonderte Mobilfunkförderprogramme ins Gespräch.

Schwesig: Nicht mit Mittelmaß zufriedengeben

Die Ministerpräsidentin Mecklenburg-Vorpommerns, Manuela Schwesig (SPD), sagte, Deutschland liege beim schnellen Internet und Mobilfunk zurück. Es müsse gelingen, schnelles Internet überall sicherzustellen. Man könne sich nicht mit Mittelmaß zufriedengeben. Die Entschließung des Bundesrats wird nun der Bundesregierung zugeleitet.

Hintergrund ist die anstehende Frequenzauktion für den superschnellen neuen Mobilfunkstandard 5G. Das Kölner Verwaltungsgericht lehnte am Freitag Eilanträge von Telefónica, Vodafone und der Deutschen Telekom ab. Die Firmen wollten damit erreichen, dass zunächst die Rahmenbedingungen des Ausbaus geändert werden, bevor die 5G-Auktion starten kann. (dpa/hil)

Lesen Sie weiter mit Ihrem ZFK-Abonnement

Erhalten Sie uneingeschränkten Zugang zu allen Inhalten der ZFK!

✓ Vollzugriff auf alle ZFK-Artikel und das digitale ePaper
✓ Exklusive Analysen, Hintergründe und Interviews aus der Branche
✓ Tägliche Branchen-Briefings mit den wichtigsten Entwicklungen

Ihr Abonnement auswählen

Haben Sie Fehler entdeckt? Wollen Sie uns Ihre Meinung mitteilen? Dann kontaktieren Sie unsere Redaktion gerne unter redaktion@zfk.de.

Home
E-Paper