Mit dem Einbau der intelligenten Messsysteme kommt einiges auf Stadtwerke zu.

Mit dem Einbau der intelligenten Messsysteme kommt einiges auf Stadtwerke zu.

Bild: © Eon

Eon hat in Deutschland schon einen staatlich zertifizierten Smart Meter eingebaut. Erst Ende der vergangenen Woche war bekannt geworden, dass Gateway-Hersteller PPC die Zertifizierung erhalten hat. Das Gerät wurde am vergangenen Freitag bei einem Kunden in Norddeutschland installiert.

Der intelligente Stromzähler soll einen verbesserten Blick auf den Energieverbrauch schaffen. Via App informiert das Gerät den Kunden darüber, wie viel Strom verbraucht wird. So sollen durch die Darstellung Energieeinsparpotenziale erstmals sichtbar gemacht werden. Darüber hinaus lasse sich der monatliche Abschlag einfach anpassen – Nachzahlungen gehören damit der Vergangenheit an, unterstreicht Eon die Vorteile.

Nutzen des Gateways

Perspektivisch sei es auch möglich, Unregelmäßigkeiten im Stromverbrauch festzustellen. Kunden werden dann darüber informiert, wenn etwa der Kühlschrank mehr Strom verbraucht und enteist werden sollte. Auch defekte Geräte lassen sich so frühzeitig erkennen und austauschen. Darüber hinaus können Kunden in Zukunft auch von neuen Produkten wie etwa tageszeitabhängigen Tarifen profitieren.

Netze BW hatte bereits am vergangenen Freitag angekündigt, in der kommenden Woche das erste Smart Meter Gateway verbauen zu wollen – zumindest im Labor, möglichst auch schon im Feld. Andere befragte Verteilnetzbetreiber zeigten sich eher abwartend: Stromnetz Hamburg will erst auf den offiziellen Start mit drei Geräten warten, ebenso die Drewag.

Warten auf weitere Zertifizierungen

N-Ergie erklärte, man habe schon im Auftrag des grundzuständigen Messstellenbetreibers, der Main-Donau Netzgesellschaft, beim aktuell zertifizierten Anbieter bereits ein Kontingent von Geräten für den 2019 geplanten Feldtest bestellt. Bevor man sich aber endgültig entscheide, mit welchen Anbietern man beim Rollout zusammenarbeite, werde man im Feldtest Produkte weiterer Hersteller einsetzen. Den Massenrollout plane man dann erst nach der Markterlärung des Bundesamtes für Sicherheit in der Informationstechnik und der entsprechenden Verfügbarkeit der Geräte in ausreichender Stückzahl. (sg)

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