Das Verwaltungsgebäude der Steag in Essen.

Das Verwaltungsgebäude der Steag in Essen.

Bild: © Steag

Die Arbeiten am Fundament des neuen Gas- und Dampfturbinenkraftwerks der Steag in Herne sind bereits im Gange. Nun hat auch die Bezirksregierung in Arnsberg den ersten Bauabschnitt genehmigt. Das neue Kraftwerk wird mittels Kraft-Wärme-Kopplung betrieben und wird künftig weite Teile des Ruhrgebiets mit Fernwärme versorgen.Perspektivisch wird es den Steinkohleblock 4 des Kraftwerkstandortes Herne ersetzen. Die Steag und Siemens investieren in das Projekt gemeinsam einen mittleren dreistelligen Millionenbetrag.

Das neue Kraftwerk erzeugt 608 MW Strom und 400 MW Wärme. Das entspricht einem Gesamtnutzungsgrad des Energieträgers Erdgas von 85 Prozent. Damit ist das neue Kraftwerk nach Angaben der Steag eine der effizientesten und umweltfreundlichsten GuD-Anlagen weltweit. „Das neue GuD Herne erfüllt geradezu idealtypisch die Anforderungen für eine zukunftsweisende Energieversorgung: Es garantiert Versorgungssicherheit, ist wirtschaftlich und effizient und damit umweltverträglich“, sagt Joachim Rumstadt, Vorsitzender der Geschäftsführung der STEAG GmbH.

Investitionssicherheit bei KWK wahren

Doch damit es auch nach dem Jahr 2022 noch weitere, umweltschonende KWK-Projekte in Deutschland geben kann, fordert er mehr Unterstützung von der Politik ein. „Die Bundesregierung muss mit der EU-Kommission schnellstmöglich eine Einigung darüber erzielen, dass die finanzielle Förderung derartiger Projekte auf Grundlage des KWK-Gesetzes auch künftig mit dem europäischen Beihilferecht vereinbar bleibt“, dringt Joachim Rumstadt auf eine zügige Klärung: „Solange dies nicht geschieht, hängen alle neuen Projekte für die Zeit nach 2022 in der Luft.“ Die Projektpartner von GuD Herne seien fest entschlossen, das neue Kraftwerk bis Ende 2022 in den kommerziellen Dauerbetrieb zu nehmen, um bei der KWK-Förderung kein Risiko einzugehen. (hoe)

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