Es gilt als eines der größten Infrastrukturprojekte in der Geschichte Niedersachsen. Weil die Niederlande aus der Erdgasförderung aussteigen wollen, weil davon mehrere Millionen Verbraucher in zahlreichen deutschen Bundesländern betroffen sind, passt jetzt Oldenburger Energieversorger EWE übliche Erdgasgeräte an eine Alternative an: H-Erdgas, das aus Norwegen, Russland und Großbritannien stammt.
Die EWE Netz hat gerade das 100.000. Erdgasgerät entsprechend umgestellt und eine Zwischenbilanz gezogen. "Zusammen mit dieser runden Zahl können wir auch mitteilen, dass wir im Zeit- und im Kostenplan sind", ließ sich Kai Janßen, Gruppenleiter für das Projekt, in einer Pressemitteilung zitieren.
1,2 Millionen weitere Kundenbesuche
Mehr als 300 Millionen Euro werde das Vorhaben kosten, hieß es weiter. Etwa 600.000 weitere Erdgasgeräte müsse EWE Netz jetzt noch bis zum geplanten Ende 2027 an das H-Erdgas anpassen.
Ein Großteil der bereits umgerüsteten Gasgeräte stamme aus der Region zwischen Weser und Elbe, teilt der Energieversorger mit. Dieses Gebiet könne EWE Netz bereits in großen Teilen mit H-Gas versorgen. In den nächsten Jahren will sich das Unternehmen schrittweise nach Westen vorarbeiten, in Richtung der alten Gasquelle in den Niederlanden. "Bis zum Projektende 2027 müssen wir sicher noch über 1,2 Million weitere Kundenbesuche umsetzen", teilte Janßen mit. (ab)



