Die Stadtwerke Aachen AG (Stawag) gewinnt die Trianel GmbH als den ersten gewerblichen Partner für ein PV-Pachtmodell im Stadtgebiet von Aachen. Anfang März wurde die PV-Anlage auf dem Dach des Trianel-Bürogebäudes in Betrieb genommen. „Schon seit 25 Jahren engagieren wir uns für Klima- und Umweltschutz. Während wir in den Anfangsjahren vor allem auf Energieberatung und Förderprogramme gesetzt haben, stand in den letzten Jahren der Ausbau von Wind- und Solarparks im Mittelpunkt“, sagt Wilfried Ullrich, Vorstand der Stawag.
„Die Solarenergie spielt in Aachen eine besondere Rolle, wurde hier doch das Aachener Modell zur Einspeisung von Solarstrom erfunden. Nun möchten wir die Nutzung der Sonnenenergie noch weiter voranbringen“, so Ulrich weiter. Mit einer Leistung von rund 100 kW Peak und im Schnitt 840 Sonnenstunden, mit denen in Aachen im Laufe eines Jahres gerechnet werden kann, dürfte das Solardach auf dem Trianel-Gebäude neben dem Tivoli rund 84.000 kWh umweltfreundlichen Strom pro Jahr produzieren.
Solarstrom zur Selbstversorgung
„Mit der PV-Anlage auf dem Dach haben wir einen weiteren wichtigen Baustein unserer Nachhaltigkeitsinitiative hinzugefügt, unsere Geschäftstätigkeiten am Standort Aachen nachhaltiger zu gestalten und die Umweltstandards unseres Gebäudes durch die direkte Nutzung erneuerbarer Energien weiter zu erhöhen. Zugleich tragen wir damit auch dem ökologischen Bewusstsein unserer Beschäftigten Rechnung“, freut sich Sven Becker, Sprecher der Trianel-Geschäftsführung.
Der Strom wird von Trianel zu 100 Prozent zur Eigenversorgung genutzt und deckt rund sieben Prozent des Gesamtverbrauchs im Gebäude. Die Solarmodule zieren die Nord- und Südseite der rund 1800 m² großen Dachfläche des Bürogebäudes und sind in Ost-West-Richtung mit einer Neigung von 15 Grad ausgerichtet. Bereits beim Bau der Trianel-Zentrale wurden hohe Umweltstandards gesetzt – dazu gehören Geothermie für die Klimatisierung der Büroräume und eine Regenwasseranlage.
Stawag hat viel Erfahrung
Bereits seit 2013 bietet die Stawag PV-Anlagen für Dächer auf Mietbasis an. „Das Solardach zum Mieten" – so lautet bisher unser Produkt für Privatkunden. Wir bauen und finanzieren die Anlage, der Kunde kann den erzeugten Strom selbst nutzen oder ins Netz einspeisen. Ergänzend bieten wir auch einen Batteriespeicher an, damit ein noch größerer Anteil des selbsterzeugten Stroms selbst verbraucht werden kann“, erklärt Andreas Maul, Leiter des Vertriebs der Stawag. (sig)



