Die Bundesnetzagentur (BNetzA) hat heute den Trassenkorridor für den letzten Abschnitt der Gleichstromverbindung SuedOstLink festgelegt und den Vorschlag des Vorhabenträgers 50Hertz bestätigt.
Der ca. 182 Kilometer lange Trassenkorridor beginnt bei Wolmirstedt und verläuft westlich von Magdeburg entlang der Autobahn A 14 nach Süden. Er umgeht Halle (Saale) östlich und folgt der A9 bis kurz vor Eisenberg.
Einzelne Freileitungen möglich
Die Gleichstromverbindung wird in diesem Abschnitt überwiegend als Erdkabel realisiert. In zwei Bereichen, zwischen Wolmirstedt und Magdeburg sowie in der Nähe von Förderstedt, kommt auch eine Freileitungsausführung in Betracht. Dies sind die einzigen Bereiche für den gesamten SuedOstLink, in denen eine Freileitung überhaupt noch möglich ist. Erst im kommenden Planfeststellungsverfahren wird die Art der technischen Ausführung festgelegt.
Der festgelegte Trassenkorridor erreicht auch den von 50Hertz vorgesehenen Konverterstandort am Umspannwerk Wolmirstedt. Die Entscheidung über den Konverter ist jedoch nicht Gegenstand der Bundesfachplanung. Sie ist Bestandteil eines gesonderten Genehmigungsverfahrens, so die Bundesbehörde.
Planfeststellungsverfahren soll im Q2 2020 eingereicht werden
Nach Abschluss der Bundesfachplanung folgt nun das Planfeststellungsverfahren. In diesem Genehmigungsschritt werden der genaue Leitungsverlauf innerhalb des Trassenkorridors und die technische Umsetzung der Stromleitung festgelegt. 50Hertz hat den Antrag auf Planfeststellung bereits parallel zum Bundesfachplanungsverfahren vorbereitet und plant, diesen im 2. Quartal 2020 einzureichen. (pm)