Daniel Parsons, Claus Beckmann (BASF), Marcel Keiffenheim, Lars Meyer, André Hückstädt (UmweltBank AG) und Tibor Fischer (dena; Moderator) diskutierten über die PPA und ihre Potenziale (v.l.n.r.).

Daniel Parsons, Claus Beckmann (BASF), Marcel Keiffenheim, Lars Meyer, André Hückstädt (UmweltBank AG) und Tibor Fischer (dena; Moderator) diskutierten über die PPA und ihre Potenziale (v.l.n.r.).

Bild: © dena

Zwei Kernaussagen hinsichtlich der Power Purchase Agreement (PPAs) kristallisierten sich heraus. So waren sich die Diskutanten auf dem Energiewendekongress der Deutschen Energie-Agentur (Dena) einig: "PPAs sind ein ergänzendes Element und dürfen das EEG nicht ersetzen", so Marcel Keiffenheim, Bereichsleiter Politik und Kommunikation bei Greenpeace Energy. Vor allem für Anlagen, die in den kommenden Jahren aus der EEG-Förderung fallen, seien sie sinnvoll. Denn sie ermöglichen einen Weiterbetrieb.

Zum anderen braucht es attraktivere Rahmenbedingungen. Lars Meyer, Geschäftsführer von Re-Wind, veranschaulichte: "70 Prozent der Anlagen können nicht repowert werden." Beim Repowering würde die Anlage neu errichtet und damit effizienter. Hierfür seien jedoch die Genehmigungsverfahren sehr langwierig und komplex. So würden sie weiterbetrieben oder sogar abgeschaltet. Wenn beide Optionen nicht attraktiv oder möglich seien.

Sie sind finanziell risikoreich

Gleichzeitig zeigte Meyer auf: "Die Stärke des EEG ist die Schwäche der PPA. Wenn die Wahl da ist, dann wird die EEG-Vergütungsstruktur präferiert." In die finanzielle Kerbe schlug auch Daniel Parsons, Head of PPA bei BayWa r.e. renewable energy. Die Transaktionskosten für die vertragliche Umsetzung eines PPA seien noch relativ hoch. Dies basiere auf den geringen Erfahrungen der Unternehmen mit PPAs.

Zudem würde das Gros der Unternehmen erst auf PPAs zurückgreifen, wenn stabile CO2-Preis-Perspektiven vorhanden seien. Aktuell seien die Lieferverträge noch risikobehaftet, merkte Keiffenheim an. Vor dem Hintergrund der langen Vertragsbindung sei dies kontraproduktiv.

PPAs vor dem Hintergrund der auslaufenden Anlagen

Die Bedeutung des Themas hebt der Dena-Marktmonitor 2030 "Corporate Green PPAs" hervor: 55 Prozent der befragten Akteure sehen in PPAs ein "sehr wichtiges" und 31 Prozent ein "wichtiges" Marktmodell für die Zukunft. Die Dena zeigt in ihren Marktmonitor ebenso auf, dass bis 2030 rund 27 GW an Onshore Windenergie herausfallen. Dazu kommen rund 18 GW an Solarenergie. (ab)

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