Das Bundeswirtschaftsministerium hatte Anfang April mitgeteilt, dass Hausbauer ab dem 20. April neue Anträge für eine staatliche Förderung energiesparender Neubauten stellen können.

Das Bundeswirtschaftsministerium hatte Anfang April mitgeteilt, dass Hausbauer ab dem 20. April neue Anträge für eine staatliche Förderung energiesparender Neubauten stellen können.

Bild: © Bill Mead/Unsplash

Photovoltaikanlagen (PV) auf Neubauten können einen wichtigen Beitrag zur Energiewende leisten, wie eine aktuelle Analyse des Energiekonzerns Eon und des Thinktanks Energy Brainpool zeigt: Würde jedes innerhalb der nächsten 15 Jahre neu errichtete Einfamilien-, Doppel- und Reihenhaus mit einer Photovoltaik-Dachanlage ausgestattet, könnten damit in diesem Zeitraum insgesamt 77 Terawattstunden (TWh) grüner Strom erzeugt werden.

Allein im Jahr 2037 würden diese Anlagen zusammengenommen mit 10,22 TWh genug Strom erzeugen, teilt das Essener Unternehmen mit. Rechnerisch würde dies ausreichen, um den Jahresstrombedarf von mehr als vier Millionen durchschnittlichen Privathaushalten zu decken.

"Immer mehr Menschen in der Bundesrepublik installieren Photovoltaik-Anlagen auf ihren Hausdächern und treiben damit die Energiewende voran", sagt Benjamin Jambor, in der Geschäftsführung von Eon Deutschland zuständig für Photovoltaik.

Doch nicht nur die Nachrüstung von Bestandsgebäuden sei wichtig, auch Neubauten hätten großes Potenzial: So könnten innerhalb der nächsten 15 Jahre Solaranlagen auf neu gebauten Häusern insgesamt 40 Mio. Tonnen CO2 einsparen – und Deutschland unabhängiger von Stromimporten machen. "Wir sollten die Dachflächen daher unbedingt sinnvoll nutzen", so Jambor.

Leicht abnehmender Wirkungsgrad

Für ihre Berechnung haben Eon und Energy Brainpool zugrunde gelegt, dass in den kommenden Jahren genauso viele Einfamilien-, Doppel- und Reihenhäuser (bewohnt von je einer Partei) fertiggestellt werden, wie im Mittel der vergangenen sechs Jahre. Dieser Zeitraum wurde aufgrund der Verfügbarkeit entsprechender Daten des Statistischen Bundesamts gewählt.

Bei allen PV-Anlagen wurde ein über die Jahre leicht abnehmender Wirkungsgrad sowie für neu hinzukommende Anlagen aufgrund des technischen Fortschritts eine leicht steigende Leistung angenommen. Zur CO2-Berechnung wurde der fossile Kraftwerkspark in Deutschland modellhaft zugrunde gelegt und davon ausgegangen, dass durch eine zunehmende Abschaltung von besonders CO2-intensiven Kohlekraftwerken der Kohlenstoffdioxid-Anteil am Strommix allmählich sinkt – wäre letzteres nicht der Fall, wäre der Klimaschutz-Beitrag der PV-Anlagen noch höher, so Eon. (jk)

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