Einen Speicher wie im nordrhein-westfälischen Herdecke plant RWE nun in den Niederlanden.

Einen Speicher wie im nordrhein-westfälischen Herdecke plant RWE nun in den Niederlanden.

RWE

RWE baut in den Niederlanden erstmals einen großen Batteriespeicher. Als Standort hat der Konzern Flächen seines Kohlekraftwerks Eemshaven vorgesehen. Der Speicher könne bei einer Kapazität von 41 Megawattstunden in Zukunft mehr als eine Stunde lang 35 Megawatt (MW) Leistung bereitstellen, teilte RWE mit.

Knapp ein Jahr Bauzeit

Der Startschuss zum Bau der Anlage im Nordosten des Landes ist demnach jetzt gefallen. Bis 2025 soll sie am Netz sein und dann am Markt für Regelenergie teilnehmen. Der Speicher solle zudem dabei helfen, das Stromnetz zu stabilisieren, wie Roger Miesen, Vorstandsvorsitzender RWE Generation SE und Country Chair für die Niederlande, betonte.

RWE möchte sein Speicherportfolio ausbauen. Insbesondere auch in den Niederlanden, wo der Konzern zugleich neue Grünstromerzeuger errichtet. Eines davon ist der seit 2022 in der Entwicklung befindliche Offshore-Windpark "OranjeWind", 53 Kilometer vor der niederländischen Küste.

Um diesen "bestmöglich" ins Energiesystem zu integrieren, hat ihn RWE seinerzeit bereits mit neuen Batteriespeichern und Elektrolyseuren für die Wasserstofferzeugung geplant. "Der erste Großspeicher von RWE in den Niederlanden markiert einen Meilenstein auf dem Weg zu einer zuverlässigen Stromversorgung in einem zunehmend grünen Energiesystem", führte Miesen weiter aus.

Vernetzung mit anderen Kraftwerken

Geplant ist, diesen mit anderen RWE-Kraftwerken in dem Land zu vernetzen. Das ermögliche bei Bedarf ein technologieübergreifendes "Zusammenspiel". Weltweit betreibt der Konzern nach eigenen Angaben Batteriespeicher mit einer Gesamtleistung von rund 500 MW und baut weitere 1000 MW. (dz)

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