Familie mit PV-Anlage auf Scheunendach im Schwarzwald.

Familie mit PV-Anlage auf Scheunendach im Schwarzwald.

Anfang 2021 endet nach 20 Jahren die EEG-Förderung für die ersten alten Photovoltaikanlagen. Die Besitzer einer ausgeförderten Photovoltaik-Anlage stehen nun vor der Wahl, wie sie weiter verfahren wollen: die Solarzellen gegen leistungsfähigere modernere austauschen (Repowering), ihren Strom zum Marktwert weiter einspeisen, oder komplett auf Eigenverbrauch umrüsten?

Hier setzt das Angebot der EWS an, wie das Unternehmen mitteilte: 250 Betreiber von Ü20-PV-Kleinanlagen bis 100 kW können zu Stromlieferanten der EWS werden. Das Angebot richtet sich an Volleinspeiser wie auch an Haushalte mit Motivation zum Eigenverbrauch.

Drei Jahre feste Vergütung  Zuschuss für Einbau iMS

Über einen Zeitraum von drei Jahren garantieren die EWS eine feste Vergütung pro Kilowattstunde (kWh). Diese liegt bei Kleinanlagen bis 15 kW bei 6 ct/kWh; für Anlagen zwischen 15 und 100 kWp bei 5 ct/kWh. Damit liegt sie über dem derzeitigen Marktwert von 2-4 ct/kWh. Der aufgenommene Ökostrom trägt zur Versorgung aller Stromkunden bei.

Mit Vertragsabschluss erschließen sich die Teilnehmer laut EWS zudem den Schritt in die digitale Energiezukunft. Ein zur Stromaufnahme benötigtes intelligentes Messsystem (iMS) wird bei Bedarf durch den Projektpartner Discovergy eingebaut, und die Anschaffung durch das EWS-Förderprogramm Sonnencent zusätzlich mit 200 Euro bezuschusst. 

Teil der digitalen Bürgerenergiewerkstatt

Die 250 neuen EWS-Stromlieferanten würden zudem Teil der digitalen Bürgerenergiewerkstatt der EWS, in welche sie ihre Erfahrungen, Ideen und Wünsche einbringen könnten, heißt es weiter in der Pressemitteilung.

„In Zeiten der Klimakrise ist jede Kilowattstunde regenerativ erzeugten Stroms wichtig. Wir wollen mit unseren Kunden und Mitgliedern die Erfolgsgeschichte des EEG fortschreiben. Ü20-Anlagen sind Teil unserer Vision eines bürgergetragenen, dezentralen und gemeinschaftlichen Energiesystems“, wird EWS-Vorstand Alexander Sladek zitiert.

Solaroffensive für Photovoltaik-Ausbau

Das Stromaufnahme-Angebot sei Teil der EWS-Solaroffensive, die das große Potenzial der Photovoltaik heben wolle, teilte das Unternehmen mit. Eine Studie von Energy Brainpool im Auftrag der EWS habe ergeben, dass bis 2030 eine Verdreifachung des Anteils von PV-Kleinanlagen möglich sei.

Um die Klimaschutzziele im Rahmen des Pariser Abkommens zu erreichen, müsse der Zubau an Photovoltaik in den kommenden Jahren entschlossen forciert werden. (hcn)

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