Seit vergangenem Jahr existiert ein „Japan Stadtwerke
Network“ von japanischen Unternehmen. Aus diesem Netzwerk heraus befindet sich derzeit eine japanische Delegation auf Deutschlandtour, um sich alternative und dezentrale Energieversorgung anzuschauen. Darunter vier Geschäftsführer von Energieversorgern.
Am Dienstag war sie Gast bei Südweststrom, erfuhr die ZfK von der kommunalen Kooperation, und ebenda bei den Stadtwerken Tübingen. Im Neubau der Südweststrom gab Geschäftsführer Daniel Henne den Gästen einen Einblick über 20 Jahre Energiemarktöffnung in Deutschland, die auch die Basis für die Gründung der "Südwestdeutschen Stromhandels GmbH" war. Henne erläuterte ihnen auch, wie Südweststrom Strom und Gas beschafft.
Im Anschluss erklärte Achim Kötzle, Geschäftsführer der Stadtwerke Tübingen, den Kollegen aus Fernost die spartenübergreifende Leitwarte der Stadtwerke. Von hier aus steuern sie unter anderem das Stromnetz, die Wasserversorgung, Bäder und Parkhäuser.
"Deutschland ist ein Vorbild"
Mitsuhiro Ozaki, Direktor von Okayama Electric Power, sagt über den
Besuch in Tübingen: „In Japan sind die Menschen mehrheitlich dafür, die
Energieversorgung umzubauen. Deutschland ist ein Vorbild für die Liberalisierung
der Energiewirtschaft. Japan ist gerade erst am Anfang.“
Über SüdWestStrom. (geo)

Die Stadtwerke Tübingen führen am 3. Juli 2018 japanische Gäste durch ihre Leitwarte (von links: Geschäftsführer Achim Kötzle; Kenichi Sakagoshi, CEO von Eldesign Inc.; Übersetzerin Atsuko Sumiya-Neurohr; Makoto Yamazaki, COO von Eldesign Inc. und Direktor von Enetrade Inc.; Mitsuhiro Ozaki, Direktor von Energy Supply Inc. und der Okayama Electric Power Co.; Noriaki Hirai von Okayama Electric Power; sowie von der Stadtwerke-Kooperation Südweststrom Patrick Kruppa, Leiter Erzeugungs- und Lastmanagement, und Geschäftsführer Daniel Henne.
Bild: © Südweststrom
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