Bild: © Yauhen Suslo/AdobeStock

Gut 11,5 TWh hat der niederländische Übertragungsnetzbetreiber (ÜNB) Tennet von den Nordsee-Windparks an Land übertragen. Das sind über 21 Prozent mehr als noch im ersten Halbjahr 2019. Damit künftig noch mehr Offshore-Strom zum Stormmix beiträgt, plant der ÜNB bereits die nächsten Netzausbauschritte.

Nach der deutschen Nordsee sind auch in der niederländische Nordsee die ersten zwei Offshore-Anschlüsse (Borssele alpha und beta) erfolgreich realisiert worden. Und auch in einen neuen Standard für die Seekabel wird investiert. Nachdem Tennet seit zehn Jahren auf 320 kV Gleichstromkabel setzt, sollen nun 525-kV-Kabel folgen.

20 Mrd. für Offshore-Anbindungen bis 2030

Mit zwei GW setzen diese neue Kapazitätsmaßstäbe. Die standardisierten Kabel sollen bis 2030 in den fünf Projekten BalWin1, 2 und 3 in der deutschen Nordsee zum Einsatz kommen. In den niederländischen Gewässern sollen IJmuiden Ver alpha und beta sowie künftige Projekte mit den 2-GW-Kabeln ausgestattet werden.

„Bis 2030 investieren wir rund 20 Mrd. Euro für die Anbindung der Offshore-Windenergie in den Niederlanden und in Deutschland. Mehr als die Hälfte davon bereits in den neuen 2-Gigawatt-Standard“, so Tim Meyerjürgens, Tennet-Geschäftsführer. Aktuell hat Tennet 14 Offshore-Netzanbindungen in Betrieb, davon zwei in der niederländischen (inklusive Borssele beta) und zwölf in der deutschen Nordsee.

Ziele übertroffen

Auch mit Blick auf die von der Bundesregierung angestrebten 6,5 GW Anschlusskapazitäten in der Nord- und Ostsee ist Tennet gut vorbereitet. Allein in der deutschen Nordsee beläut sich die Anschlusskapazität auf gut sieben GW. Der Kapazitätsausbau der Offshore-Windparks in der deutschen Nordsee lag Ende Juni 2020 bei circa 6,6 GW. (ls)

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