Die Vorstände und Geschäftsführer der Energie-Südwest AG und Energie Südwest Netz GmbH – beide aus Landau – sowie die Stadtwerke aus Homburg, Kusel, Neustadt an der Weinstraße, Pirmasens, Zweibrücken (alle GmbHs) und die Stadtwerke Kaiserslautern Versorgungs-AG haben eine Kooperationsvereinbarung für ein Netzwerk im technischen Bereich unterzeichnet.
Konkret sind gegenseitige Unterstützungsmaßnahmen für Not- beziehungsweise Störungsfälle für die Sparten Strom, Gas, Wasser und Fernwärme vereinbart. Wie bei dem Konzept der Rheinenergie, den Stadtwerken Duisburg und Düsseldorf stehe Netzeffizienz, Versorgungssicherheit und Leistungsfähigkeit im Vordergrund.
Wie das Netzwerk funktioniert
"Praktisch geht es bei unserem Kompetenznetzwerk vor allem um die Bereitstellung von Personal und Betriebsmitteln wie Material, Kabelmesswagen, Hubsteiger, Stromersatzanlagen und mobile Trinkwasseranhänger", erläutert Richard Mastenbroek, Vorstandsmitglied der SWK Stadtwerke Kaiserslautern AG, der ZfK. Das Netzwerk verfüge über wechselseitige Redundanzen in allen Handlungsfeldern, etwa bei der Netzleitstelle und weitere. Eine Harmonisierung der IT sei derzeit nicht geplant. Gemeinsam wolle man einzelne Dienstleistungssegmente identifizieren und identische Themenfelder abgleichen.
Auslöser für das Netzwerk sind laut Mastenbroek die Herausforderungen, die sich durch die Intensivierung des Wettbewerbs im Energiesektor, die Umsetzung der Energiewende unter regulatorischen und regulierungstechnischen Bedingungen sowie technische Fragestellungen ergeben. Es sei zwingend erforderlich gewesen, zu handeln, um in Zukunft die Versorgungssicherheit zu gewährleisten.
Gleichberechtigte Zusammenarbeit
Die Zusammenarbeit laufe gleichberechtigt auf Basis eines partnerschaftlichen Verhältnisses. "Es macht einfach Riesenspaß für alle Partner, auf allen Hierarchieebenen die verschiedenartigen Fragestellungen betreffend die Herausforderungen in der Energiewirtschaft offen und partnerschaftlich auf Augenhöhe zu diskutieren", betont Mastenbroek von den Stadtwerken Kaiserslautern. Diese hatten unlängst verkündet, mit den Stadtwerken Pirmasens im nächsten Jahr ein Gemeinschaftsunternehmen zu gründen. Im Kompetenznetzwerk, in dem beide Unternehmen vertreten sind, verstehe man sich als starke Partner, von denen die Mitglieder profitieren können.
Derzeit befinde man sich bei der gemeinsamen Gesellschaft in der vertiefenden Planungsphase. Die zu untersuchende Umsetzungsvariante der künftigen Zusammenarbeit zwischen Kaiserslautern und Pirmasens stehe unter der Prämisse, dass diese bewusst für weitere Partnerschaften offen sei.
Offen für weitere Partner
Dies gelte auch für das Kompetenznetzwerk, bei dem die regionale Nähe und Verbundenheit ein entscheidender Faktor zum Zusammenschluss gewesen sei. Schon im Vorfeld zum Abschluss des Netzwerkes, das mit den genannten acht Unternehmen startete, hätten weitere Unternehmen ihr Interesse zur Teilnahme bekundet. "Es kann davon ausgegangen werden, dass sich die Anzahl der Partner in Kürze im zweistelligen Bereich befindet", verrät das SWK-Vorstandsmitglied. Der Bedarf in der Region sei ohne Frage da und werde sich in Zukunft in Bezug auf die Herausforderungen in der Energiebranche immer deutlicher zeigen. (sg)



