Eon profitiert von Rwe Windenergie und wird damit die nächsten Jahre die britischen Kunden versorgen

Eon profitiert von Rwe Windenergie und wird damit die nächsten Jahre die britischen Kunden versorgen

Bild: © RWE

Insgesamt 1,8 GW an Offshore-Leistung wollen RWE und ihre britischen Projektpartner in der südlichen Nordsee, der Irischen See und im Ärmelkanal in den nächsten Jahren ans Netz bringen. Die Pachtverträge mit dem zuständigen Crown Estate wurden jüngst unterzeichnet. Bis die erste MWh allerdings eingespeist wird, vergehen locker noch zehn Jahre.

Geplant ist, die vier  Windparks Gwynt y Môr, Galloper, Greater Gabbard und Rampion zu erweitern. So soll Gwynt y Môr in der Irischen See um Awel y Môr mit 576 MW ergänzt werden. 60 Prozent davon will RWE halten. Die Galloper-Erweiterung mit dem Namen Five Estuaries hat eine potenzielle Kapazität von bis zu 353 MW (RWE-Anteil 25%). Die Erweiterung von Greater Gabbard, die in North Falls umbenannt wurde, kann bis zu 504 MW (RWE-Anteil 50%) umfassen. Beide Projekte haben ihren Standort in der südlichen Nordsee. Das Entwicklungsprojekt Rampion 2 mit einer potenziellen Kapazität von bis zu 1200 MW (RWE-Anteil 50,01%) befindet wiederum sich vor der Küste von Sussex im Ärmelkanal.

Vergütung über Differenzverträge

Nach dieser Aufstellung halten die Essener bei Erfolg künftig 1,3 GW an den Projekten. Nun muss die britische Regierung wie im Genehmigungsverfahren üblich, eine Stakeholder-Konsultation durchführen und anschließend die Kapazitäten für jedes Projekt festlegen. Nach drei bis fünf Jahren Genehmigungsprozess, folgt dann die Teilnahme an Ausschreibungen.

Vergütet werden sollen die Erweiterungen genau wie die bestehenden Parks über Differenzverträge, die in Großbritannien Gang und Gebe sind und hierzulande von der Offshore-Industrie als Alternative zur zweiten Gebotskomponente gefordert werden. Letztere soll nach Willen der Regierung bei mehreren 0-Cent-Geboten für eine Differenzierung sorgen.

Portfolio bald über zwei GW

Dazu soll die Bundesnetzagentur ein sogenanntes dynamisches Gebotsverfahren mit meh-reren Gebotsrunden durchführen, das Bietern erlaubt, auch die Zahlungsbereitschaft ihrer Wettbewerber wahrzunehmen, so dass das erfolgreiche Gebot nicht höher als notwendig ausfällt. Die Branche fürchtet hingegen das Risiko von „stranded Investments“ in Folge von spekulativen Geboten.

Auch RWE hat sich immer wieder für die Einführung von Differenzverträgen ausgesprochen. Insgesamt haben die Essener in Großbritannien 1,4 GW an Offshore-Leistung im Portfolio. Aktuell bauen sie den 857-MW-Windpark Triton Knoll, an dem sie zu 59 Prozent beteiligt sind. Weitere 1,4 GW werden mit dem Windpark Sofia folgen, der von RWE entwickelt wird und zu 100 Prozent ihr gehört. (lm)

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