Eon profitiert von Rwe Windenergie und wird damit die nächsten Jahre die britischen Kunden versorgen

Eon profitiert von Rwe Windenergie und wird damit die nächsten Jahre die britischen Kunden versorgen

Bild: © RWE

In der Nordsee vor Helgoland errichtet RWE derzeit den Offshore-Park „Kaskasi“. Die 38 Windräder sollen nach der Inbetriebnahme kommendes Jahr nicht nur Ökostrom produzieren, sondern schon heute einen Beitrag zur Weiterentwicklung der Offshore-Technologie leisten.

So testet RWE das nach eigenen Angaben die weltweit ersten reycelbaren Rotorblätter. Siemens Gamesa liefert das „Recyclable Blade“, so die offizielle Produktbezeichnung. Bislang konnten nur manche Komponenten des Turms oder der Gondel einer Windkraftanlage recycelt werden. Bei Rotorblättern ging das bisher kaum, denn sie bestehen aus verschiedenen Verbundwerkstoffen, die in Harz gegossen sind und damit kaum mehr voneinander getrennt werden können.

Vibrationsrammtechnik und neue Fundament-Technik

Siemens Gamesa verwendet beim „Recyclable Blade“ jedoch ein neuartiges Harz, dessen chemische Struktur eine effiziente Trennung der Einzelkomponenten ermöglicht. Die wieder gewonnenen Materialen können anschließend in der Automobilindustrie oder in Konsumgütern verwendet werden. Die recycelbaren Rotorblätter sind jedoch nicht das einzige Novum bei Kaskasi.

Für die Installation der Anlagen setzten die Essener auf eine innovative Vibrationsrammtechnik „Vibro Pile Driving“. So sollen die Fundamente schneller und schonender im Meeresboden verankert werden. Vor allem die Schallentwicklung soll geringer ausfallen und so weniger Einfluss auf Flora und Fauna haben. Und auch die Fundamente selbst sind Neuheiten. Um drei Monopile-Fundamente werden erstmals spezielle Stahlkragen errichtet. Die sogenannten „Collared Monopile“ sollen die Standsicherheit auch bei schwierigen Untergründen verbessern. (lm)

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